#37 Aus dem Leben einer Führungskraft: Interview mit Tony Schmidt
Shownotes
Führung fühlt sich im Alltag oft ganz anders an, als sie nach außen wirkt. In dieser Folge spricht Tony offen über ihren Führungsalltag – über Druck, Erwartungen, innere Konflikte und Entscheidungen, für die es keine perfekten Lösungen gibt.
Gemeinsam sprechen wir unter anderem über:
➡️ was Führungskräfte nachts wachhält ➡️ ungelöste Themen und das Gefühl von Ohnmacht ➡️ schwierige Gespräche, Kritik und warum sie auch mit Erfahrung nicht banal werden ➡️ ob man als Führungskraft Menschen mögen muss oder ob Professionalität reicht ➡️ persönliche Anliegen von Mitarbeitenden und wo Rücksicht ihre Grenzen hat ➡️ den Druck, fachlich alles wissen zu müssen und warum das ein Trugschluss ist ➡️ emotionale Reaktionen auf Druck und die Angst, zu versagen ➡️ was Tony unter guter Führung versteht
Eine ehrliche Folge über Führung, wie sie sich wirklich anfühlt – jenseits von Rollenbildern und Standardantworten.
Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?
Schreib mir unter: simone@simoneschweitzer.de
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was sind das denn für Emotionen, die du trug
00:00:02: hast?
00:00:02: Ja, Angst zu versagen.
00:00:06: Also das ist eigentlich so die Hauptemotion, würde ich sagen.
00:00:15: Moment noch.
00:00:16: Überleben in der Arbeitswelt.
00:00:18: Der Podcast über Arbeitszufriedenheit, wirksame Zusammenarbeit und Zwischenmenschliches.
00:00:24: Ich begrüße dich ganz herzlich.
00:00:26: zur ersten Folge für das Jahr.
00:00:32: Ein Donnerstag kommt natürlich auch eine Folge raus, auch wenn es ein Feiertag ist.
00:00:37: Ja, und heute habe ich jemanden zu Gast, die ihr schon sehr, sehr gut kennt, aber eigentlich eher in einer anderen Rolle, als sie heute ist, nämlich heute ist die Toni, meine Interviewpartnerin und ich werde sie zu ganz vielen spannenden Themen im Zusammenhang mit Führung interviewen.
00:00:55: Und deshalb begrüße ich dich heute ganz besonders herzlich.
00:00:59: Hallo Toni.
00:01:00: Hallo
00:01:00: Simone und Happy New Year.
00:01:03: Ja, es ist soweit.
00:01:04: Das neue Jahr ist da.
00:01:07: Toni, wir zwei, wir sind ja nicht nur Kolleginnen hier im Podcast.
00:01:11: Und ehemals warst du ja mal meine Kundin.
00:01:14: Wir zwei sind ja auch inzwischen wirklich sehr eng befreundet und ich freue mich deshalb umso mehr auf diese Ja, für uns beide doch sehr ungewohnte Folge.
00:01:22: Ja, aufregend.
00:01:24: Diesmal stehe ich so ein bisschen mehr im Mittelpunkt und das macht ganz viel mit mir.
00:01:29: Ich bin tatsächlich auch so ein bisschen ambivalent damit.
00:01:34: Und vor allem auch deswegen, weil sich bei dir ja einiges getan hat und eigentlich hätten wir da eine Folge heute über dich machen müssen, finde ich.
00:01:42: Okay, was meinst du da jetzt?
00:01:45: Naja, hast du ja eine No-Raxis in U-Singen aufgemacht?
00:01:48: Nämlich eine No-Raxis für Psychotherapie.
00:01:51: Und da hättest du, glaube ich, auch ganz, ganz viel zu erzählen.
00:01:55: Ja, das stimmt.
00:01:56: Das können wir gerne einander mal vielleicht machen.
00:01:59: Ich habe gedacht, ich kann mich
00:02:01: jetzt heute noch mal anders.
00:02:03: Heute bist du dran, Toni.
00:02:07: Bist du denn bereit, mit der ersten Frage einzusteigen?
00:02:11: Ja.
00:02:12: Wir probieren es.
00:02:13: Alles klar, okay.
00:02:15: Also, Toni, in deinem Alltag passiert ja viel gleichzeitig.
00:02:18: Ganz viele Unwartungen von ganz, ganz vielen Menschen.
00:02:22: Und du musst jeden Tag Entscheidungen treffen.
00:02:24: Da kann ich mir vorstellen, dass es dir manchmal auch schwer fällt, abzuschalten.
00:02:29: Was sind denn die Themen, die dich so am ehesten wachhalten?
00:02:32: Kannst
00:02:32: du wachhalten in der Nacht, wahrscheinlich?
00:02:34: Oder abends nicht einschlafen kannst oder wenn du nachts mal raus musst, nicht mehr einschläfst.
00:02:39: Äh, aktuell sind es tatsächlich meine Hitze-Wallung.
00:02:45: Wie beschäftigen Sie mich gerade sehr?
00:02:47: Das kann ich mir vorstellen.
00:02:51: Nein, Spaß beiseite.
00:02:53: Also einerseits merke ich, wenn ich einfach zu viel im Kopf hab.
00:02:56: Ich glaub, das kennt auch jeder, egal ob Führungskraft oder nicht.
00:03:00: Aber ich hab am Tag unheimlich viele Termine springen zwischen den unterschiedlichen Themen hin und her.
00:03:05: Ich hab ja ein relativ großes Team mit ganz unterschiedlichen Themen.
00:03:10: Vieles davon bleibt am Tag dann auch liegen oder ist einfach noch nicht abgeschlossen.
00:03:15: Das schleppe ich dann tatsächlich mit oder merke, dass ich dann versuche, die Zeit aufzuholen, die ich dann am Tag vielleicht nicht hatte.
00:03:23: Da versuche ich dann irgendwie nachts quasi noch weiter zu bearbeiten tatsächlich.
00:03:30: Also das ist so ein großer Punkt.
00:03:36: Was ich noch merke, ist so dieses Thema Ja, Ausweglosigkeit, Machtlosigkeit vielleicht.
00:03:43: Ich bin Macher.
00:03:45: Also ich will irgendwie, dass es sich bewegt und selbst, wenn man vielleicht noch keine Lösung oder so hat, aber einfach was machen.
00:03:52: Und wenn es eben Themen gibt, wo du gerade selbst nicht in der Hand hast, nicht machen kannst, das beschäftigt mich.
00:04:00: Also
00:04:00: Themen nicht abschließen können, weil man einfach zu schnell schon zum nächsten springt.
00:04:05: Genau,
00:04:05: genau.
00:04:06: Und das wurde ja diese Ohne gemacht, wenn man nix... bewegen kann.
00:04:10: Das sind zwei Themen, wo es sich lohnt, dran zu arbeiten, damit gut sein zu können.
00:04:16: Ja, was ich früher noch gemerkt habe, das ist tatsächlich jetzt aber auch schon besser geworden, ist, wenn ich wusste, ich habe am nächsten Tag ein schwieriges Gespräch.
00:04:25: Selbst wenn ich mich vorbereitet habe, habe ich gemerkt, in der Nacht ging es dann trotzdem irgendwie noch mal los.
00:04:31: Dann bin ich aufgewacht, dann habe ich so mein Handy reingesprochen, so habe ich es dann immer festgehalten.
00:04:37: Und trotzdem habe ich gemerkt, das hat mich dann doch mehr beschäftigt oder auch nicht wirklich schlafen lassen vielleicht.
00:04:43: Aber das ist schon besser geworden.
00:04:45: Das
00:04:45: sind immer für dich schwierige Gespräche.
00:04:47: Wo du vielleicht auch mal nicht so gutes Feedback geben musst.
00:04:52: Also Kritikgespräche eher oder... Ja, wo du vielleicht auch auf Kollegen zugehen musst, die dich mit Dingen immer wieder triggern.
00:05:02: Also früher bin ich da auch eher in die Vermeidung gegangen, hab das nicht angesprochen, jetzt mittlerweile spreche ich so Sachen an, aber das fällt mir natürlich schwer.
00:05:11: Und ja, da merke ich schon, dass mich das nach wie vor auch beschäftigt, aber früher hat mich das viel viel mehr um den Schlaf gebracht, tatsächlich.
00:05:19: Ja, ja.
00:05:21: Beim ersten Mal tut's am allerwähsten, gell?
00:05:24: Je öfter man es macht, desto leichter fällt es einem dann, aber es lässt einen nie kalt.
00:05:29: Ja, vor allem, umso öfter man es macht, merkt man ja auch, also in Anführungszeichen, dass es nicht schlimm ist.
00:05:36: Es ist immer noch eine Herausforderung, aber meistens gewinnt man dann gemeinsam mit demjenigen ja ganz, ganz viel, weil man es eben angesprochen hat und die Leute sind dann... eigentlich in der Regel auch dankbar dafür und das ist ja dann wieder für einen selbst ein positives positive Rückkopplung.
00:05:52: Aber ich finde es bleibt trotzdem schwer.
00:05:55: Ja,
00:05:56: das ist ganz typisch.
00:05:59: Das ist ja auch gut so.
00:06:00: Das bringt mich tatsächlich direkt zur zweiten Frage.
00:06:05: Es wird ja öfter diskutiert.
00:06:07: Wer führen will, muss Menschen mögen.
00:06:10: Und auf der anderen Seite gibt es das Lager, das sagt, nee, das reicht, wenn ich da einen professionellen Umgang mit meinen Mitarbeitern finde.
00:06:17: Und das reicht.
00:06:18: Wie siehst du das?
00:06:19: Ja,
00:06:20: sehr polarisierende Frage und du hast recht, die taucht überall auf.
00:06:23: Auf allen sozialen Medien, finde ich, liest man die jetzt immer öfter.
00:06:28: Also Professionalität, finde ich, ist die Basis.
00:06:32: Das ist für mich irgendwie so gesetzt.
00:06:36: Das Thema Menschen mögen, am Anfang habe ich immer sofort gesagt, ja klar, muss man Menschen mögen.
00:06:43: Ich sehe es mittlerweile so ein bisschen differenzierter tatsächlich.
00:06:47: Und ich persönlich würde auch für mich nicht unterschreiben, dass ich Menschen grundsätzlich mag als pauschale Aussage.
00:06:55: Ich finde, Menschen können auch anstrengend sein.
00:06:58: Mitarbeiter können auch anstrengend sein.
00:07:01: Also deswegen würde ich sagen, nee, pauschal mögen, nein, ich glaube, da macht man sich was vor.
00:07:09: Was ich für mich jetzt so festgehalten habe, dank auch einer Podcast-Folge, die du mit, ich glaube, es war Stefan Kowalski hattest.
00:07:17: Ich glaube, das war die Folge thirty-two, gute Führung.
00:07:21: Da hatte er, glaube ich, interessiert an Menschen sein.
00:07:24: Das hilft.
00:07:26: Und das finde ich eigentlich schön, weil das so ein Raum öffnet.
00:07:30: Erst mal zu sagen, ich gehe auf den Menschen zu, ich schaue ihn mir an.
00:07:34: Und den einen oder anderen Menschen, den mag ich dann vielleicht auch überproportional viel.
00:07:38: Und bei einem anderen Menschen ist es aber vielleicht auch okay, wenn ich einfach mit dem professionell umgehe.
00:07:42: Und dann hasse ich ihn ja nicht gleichzeitig.
00:07:44: Aber ich mag ihn jetzt auch.
00:07:47: Ja, genau.
00:07:48: Aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich von mögen spreche.
00:07:50: Also deswegen so dieses Thema interessiert sein, zugewandt sein, das finde ich trifft es auf jeden Fall besser als, muss meine Menschen mögen, ja oder nein.
00:07:59: Ja, Toni, danke auch für deine Ehrlichkeit, denn ich glaube, das ist was, das würden sich gar nicht so viele Trauen zu sagen.
00:08:07: Und denken tun es ganz viele und das ist bestimmt sehr entlastend.
00:08:11: Die Idee kommt ja so ein bisschen daher, weil natürlich jeder Mitarbeiter gerne gemocht werden möchte.
00:08:15: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite kommt das so ein bisschen daher, weil führen ist ja eine Arbeit mit Menschen.
00:08:23: Ich glaube, das ist auch die falsche Frage, weil darauf kommt es nicht in erster Linie an.
00:08:29: Das macht für beide Seiten leichter, gar keine Frage.
00:08:32: Aber es ist nicht notwendig, um das mal gut zusammenarbeitet.
00:08:35: Würdest du sagen, dass das heute für dich noch eine größere Rolle spielt, wenn du jemanden nicht so magst in deiner Führungsarbeit?
00:08:42: Im
00:08:42: Vergleich zu früher würde ich sagen, nein.
00:08:44: Also früher war es wirklich so, das ist irgendwie meine Familie, auf die lass ich nix kommen, aber in der Familie muss quasi auch immer eitel Sonnenschein und alles ist irgendwie gut.
00:08:54: In so heile Welt so ein bisschen.
00:08:58: Das weiß ich, dass das ... nicht realistisch ist mittlerweile.
00:09:01: Also das musste ich auch lernen und habe ich jetzt mittlerweile für mich auch akzeptiert.
00:09:07: Das heißt ja nicht, dass ich demjenigen nicht respektvoll gegenüber trete.
00:09:11: Und das meinte ich mit Professionalität.
00:09:14: Also das ist immer noch ein Mensch und der darf und soll auch ordentlich behandelt werden.
00:09:20: Und das ist für mich das, was wirklich in der Basis da auch zählt.
00:09:25: Ja und gerade in dem Zusammenhang ist die nächste Frage, glaube ich, sehr interessant.
00:09:29: Deinem Führungsalltag landen ja auch sehr viele persönliche Anliegen auf deinem Tisch.
00:09:36: Na ja, ich kenne das auch.
00:09:38: Viele sind nachvollziehbar und andere sind vielleicht auch ein bisschen kreativer oder denen vielleicht auch.
00:09:44: Ja, das fällt der Ansprüche ein bisschen weiter aus.
00:09:48: Wie entscheidest du, wann du jetzt Rücksicht auf so einen Anliegen nimmst und wann du aber auch sagst, da gehe ich jetzt nicht mit.
00:09:55: Wäre
00:09:55: eine gute Frage, Simone.
00:09:57: Ich weiß.
00:09:59: Das finde ich tatsächlich mit das schwierigste Empführungsalltag.
00:10:04: Weil einfach jede Situation anders ist.
00:10:07: Jeder Mensch ist anders, selbst wenn er vielleicht mit dem gleichen Feedback oder mit der gleichen Frage irgendwie auch kommt.
00:10:13: Also da ist jede Situation anders.
00:10:18: Da habe ich mir mittlerweile angewöhnt, nicht sofort reagieren zu müssen.
00:10:22: Ja.
00:10:23: Sondern auch mal zu sagen, genau auch mal zu sagen, hey, nehm ich mit.
00:10:27: Früher habe ich da immer sofort eine Antwort draufgefunden für mich.
00:10:29: Das hat mich dann auch unter Druck, unter Stress gesetzt.
00:10:33: Und mittlerweile sage ich dann, nehm ich nochmal mit, gebe ich dir bis morgen Rückmeldung oder so.
00:10:39: Was ist für mich dann auch wirklich deutlich, deutlich entspannter, finde ich trotzdem mit das Herausforderste, da die Waage zu halten, weil, wie du sagst, gibt Situationen... Ich als Mensch oder auch als Mitarbeiterin selbst jetzt irgendwie auch sagen würde, würde ich nicht so machen, kann ich irgendwie jetzt nicht nachvollziehen?
00:10:59: Oder finde ich eine komische Reaktion oder so, also das kann es ja durchaus geben.
00:11:03: Ja, und das sieht von außen manchmal so einfach aus, dass man eben alle gleich behandelt.
00:11:09: Aber da spielen so viele Sachen rein, dass es eben gar nicht immer so klar ist.
00:11:15: Wenn das immer so klar wäre, dann wüssten sie auch nicht fragen.
00:11:19: Ja, das gibt
00:11:19: es.
00:11:20: Und es geht halt auch schnell meistens ja sehr ins persönliche rein.
00:11:24: Und der eine oder andere geht sehr offen damit um.
00:11:27: Der andere nicht, was ja auch okay ist.
00:11:30: Aber das macht es dann schon mal schwieriger.
00:11:33: Und da die Balance zu finden, wenn man vielleicht auch das Gefühl hat, nutzt mich da jetzt auch jemand gerade aus.
00:11:42: Weil ich würde von mir behaupten, ich bin oder ich gehöre zu den oberen Fünfzig Prozent, die als Führungskraft.
00:11:49: sehr verständnisvoll, glaube ich, sind oder auch mit den Mitarbeitern viel möglich machen will, aber da schwingt ja schon auch die Gefahr mit, dass es ausgenutzt wird.
00:11:59: Man muss sich hier Frage stellen, erlaube ich jetzt hier was, was ich den anderen in der gleichen Situation auch erlauben würde?
00:12:05: Also in dem Moment, wo ich denke, ich erlaub jetzt hier was oder sage was zu, was die anderen nicht wissen sollen, das ist ein guter Maßstab, zu sagen, das scheint wohl irgendwas nicht so sauber zu sein.
00:12:16: Da merke ich zum Beispiel auch, dass mein Gerechtigkeitshint immer gleich auch mit anspringt.
00:12:20: Ja, mache ich jetzt ihm das nur recht oder würde ich das allen so zugestehen, beziehungsweise würde ich es auch allen so sagen.
00:12:29: Aber der wird da bei mir auch regelmäßig stark gefordert.
00:12:32: Ja,
00:12:33: kann ich mir sehr gut vorstellen.
00:12:35: Ja, jetzt kommen wir nochmal zu einem anderen Thema.
00:12:40: Das war für mich in meinen Führungsrollen mit das anstrengendste, das nächste Thema.
00:12:48: Mich die Erwartung, dass man als Führungskraft, wenn man in irgendeinem Gremium sitzt, sich fachlich im Detail genauso gut auskennt wie eben die Fachleute aus dem Team.
00:12:58: Wie gehst du mit dieser Erwartung um, dass du fachlich alles wissen sollst und in Meetings auch am besten sofort auskunftsfähig sein musst, obwohl das ja total unrealistisch ist?
00:13:08: Mittlerweile
00:13:08: halte ich sehr gut aus.
00:13:11: Aber früher genau das Bild, was du gerade skizziert hast und das kenne ich tatsächlich auch heute noch gut, dass das der Anspruch ist.
00:13:20: dass man auf alles immer sofort eine Antwort weiß und da sofort auskunftsfähig ist.
00:13:26: Früher wollte ich dem auch immer entsprechen.
00:13:27: Also da war so ein bisschen auch mein Perfektionismus angestachelt.
00:13:30: Klar muss ich die Antwort kennen und können.
00:13:34: Und das hat mich tatsächlich sehr gestresst und das habe ich dann, ja, ich würde mal sagen, so vor ungefähr zehn Jahren oder so habe ich das auch erkannt, dass das nicht funktioniert, auch für mich nicht funktioniert, weil mich das irgendwann kaputt gemacht hätte, glaube ich.
00:13:47: Und ich kriege es aufgrund meiner Teamgröße und Themenvielfalt.
00:13:52: Also wirklich auch gar nicht hin.
00:13:54: Das ist ein Ding der Unmöglichkeit tatsächlich.
00:13:57: Und ich sage jetzt in meinem Grundverständnis, klar für die Themen muss ich haben, ich muss gerade wissen, was irgendwo los ist oder wo vielleicht auch ungemacht rot.
00:14:05: Kann das aber mittlerweile sehr, sehr gut akzeptieren, dass ich nicht zu allem auskunftsfähig bin und nehme das dann mit.
00:14:13: Verspreche, dass ich da schnell dann auch Rückmeldung gebe.
00:14:17: Und auch da, es funktioniert ja.
00:14:19: Also meistens macht man sich den Druck ja echt selbst.
00:14:22: Ja.
00:14:24: Ich glaube, es hängt ein bisschen auch am Gegenüber, aber die meisten sind ja da schon verständnisvoll.
00:14:29: Wenn sie wissen, ich kann mich darauf verlassen, die kommt von sich aus mit einer Antwort zurück.
00:14:33: Genau.
00:14:34: Genau.
00:14:35: Genau.
00:14:36: Das ist es halt, wenn man sagt, ich nehme es mit und dann kommt nie was, dann wird es irgendwann schwierig.
00:14:40: Das ist
00:14:40: nicht gut.
00:14:40: Ja, das stimmt.
00:14:41: Das stimmt.
00:14:44: Und was mir da tatsächlich auch schon auffällt, bei manchen Kollegen ist das ja so ein bisschen Methode.
00:14:50: Also, dass die sich dann auf ein Thema total gut vorbereiten und dann versuchen die da sozusagen ein bisschen in eine Falle auch rein zu konfrontieren und quasi ja dran drauf warten, dass du nicht auskunftsfähig bist, weil du halt nicht so tief in dem Thema jetzt gerade drin bist, wo er sich oder sie sich darauf vorbereitet hat.
00:15:11: Und da dann wirklich ganz sachlich zu sagen, hey, so tief kann ich da irgendwie grad nicht reingehen, aber die Antwort kommt jetzt innerhalb von zwei Tagen, kriegst du da eine Antwort von mir und so weiter, dann nimmt das meistens auch total die Luft aus den Segeln, dann ist das auch super.
00:15:25: Genau, da macht man dann auch über die Zeit andere Erfahrungen, wie das, was man sich ja selber so ausgemalt hat.
00:15:31: Wie stehe ich da, wenn ich das nicht beantworten kann?
00:15:36: Was denken die von mir?
00:15:38: Und ich glaube, das wird einem auch, je mehr Erfahrung man hat, ein bisschen weniger wichtig.
00:15:43: Ja.
00:15:44: Und das ist ein guter Punkt, was du sagst.
00:15:46: Ich glaube, bei vielen Chefs schwingt dann einfach mit dieser Selbstanspruch.
00:15:52: Ich muss das ja alles wissen und ich muss hier die Megakompetenz sein und so weiter, wobei das für mich gar nichts mit Kompetenz zu tun hat, wenn ich auch mal was nicht beantworten kann.
00:16:02: Aber das ist ja bei ganz, ganz vielen so.
00:16:04: Und ich finde es eigentlich... eher oder zeugt von Größe, wie gesagt, dazu zu stehen, dass man es nicht weiß oder auch seine Mitarbeiter einfach mitzunehmen.
00:16:13: Also so mache ich es mittlerweile auch, dass wenn ich weiß, oh, da könnte heute vielleicht auch ein bisschen ungemach fachlich drin liegen, dann nehme ich meinen Experten einfach mit und sag, so, wir wollen heute ja wirklich fachlich tief eintauchen.
00:16:27: Ich habe denjenigen mit dabei, der das beantworten kann.
00:16:31: Und das ist sowohl super für meine Mitarbeiter.
00:16:34: weil die wie gesagt dann auch ein Stück weit sichtbar werden, die zeigen, dass sie genau, dass sie der Experte sind, sie werden besser verstanden und das Thema wird dann innerhalb von einem Termin vielleicht auch abgebunden, wo man sonst dann irgendwie drei, vier Termine gebraucht hätte.
00:16:49: Ja, das ist ja so ein Phänomen, das natürlich einige Führungskräfte ja auch ihre eigene Position halten dadurch, dass sie ein Informationsvorsprung haben.
00:17:00: Deshalb scheuen sich manche davor.
00:17:04: Aber das größte Problem heute ist nicht mehr, dass die Antworten nicht schnell genug kommen, sondern eher, dass zu viele Antworten zu schnell kommen und die Themen dadurch gar nicht ordentlich durchdacht werden.
00:17:17: Aus der Not heraus.
00:17:19: Und wenn da jemand bei einem Thema auch mal sagen kann, hey, wir gucken uns das jetzt erst mal in Ruhe an, das ist für mich ein Gewinn.
00:17:27: Ja, oder die Antwort auch schnell hat.
00:17:29: Also ich erlebe das auch ganz oft, dass dann in so Meetings... ... ewig lang geredet, ... ... ohne wirklich quasi Inhalt zu produzieren ... ... oder ohne ein Ergebnis zu produzieren, ... ... wo wahrscheinlich der Experte, ... ... wenn er einmal drauf geguckt hätte, ... ... ganz schnell auch gesagt hätte, ... ... das können wir weiterverfolgen, ... ... oder das irgendwie nicht... ...
00:17:45: und brauchen wir gar nicht weiter darüber reden, ... ... es geht sowieso nicht.
00:17:49: Ja, absolut.
00:17:50: Toni, jetzt haben wir ja drüber gesprochen, ... ... wenn man da sagt hier, ... ... ich komme in zwei Tagen wieder auf dich zu.
00:17:57: Das ist ja alles sehr sachlich und sehr kognitiv, hast du das schön eingeordnet.
00:18:00: Aber das trifft einen ja auch manchmal emotional.
00:18:04: Und zwar manchmal an Stellen, wo man selber gar nicht mitrechnet.
00:18:07: Wie gehst du denn mit dem emotionalen Druck um?
00:18:10: Ja,
00:18:10: also die Situation kenne ich tatsächlich gut.
00:18:12: Bei mir sind auch schon Tränen geflossen.
00:18:15: Also auch das ist mir schon passiert.
00:18:18: Früher fand ich es peinlich mittlerweile.
00:18:21: Nehm ich das so hin und würde es auch hinnehmen, weil dann muss es raus und dann ist es auch okay.
00:18:27: Und so halte ich es zum Beispiel auch mit meinen Mitarbeitern.
00:18:30: Die waren auch schon emotional und das gehört dazu.
00:18:34: Also für mich ist das auch Teil des Lebens und kann auch Teil des Berufslebens sein.
00:18:39: Wie gehe ich um?
00:18:41: Ich habe so drei Dinge, die mir ganz gut helfen.
00:18:44: Also einmal durchatmen, da kurz aufstehen vom Arbeitsplatz weggehen und wirklich mal ganz tief einatmen.
00:18:53: Mir gibt das total viel.
00:18:55: Also ganz viel Entspannung auch im Körper.
00:18:59: Wer uns schon länger zuhört weiß, ich gehe gerne raus.
00:19:04: Also spazieren gehen, das Sacken lassen und die besten Ideen und die besten Gedanken habe ich tatsächlich, wenn ich mich draußen bewege.
00:19:12: Und was ich mich mittlerweile auch öfter traue, früher wäre das undenkbar gewesen, heute mache ich das tatsächlich, wenn ich mich für ein Thema nicht bereit fühle.
00:19:22: weil ich mich entweder dann doch noch nicht gut genug vorbereitet habe oder wir haben alle auch mal einen nicht so guten Tag, wo man einfach merkt, so, heute geht es mir irgendwie nicht so doll.
00:19:32: Wenn ich mich also für das Thema nicht bereit fühle und ich den Termin tatsächlich verlegen kann, lass ich den dann auch verlege und auch erkläre, warum.
00:19:41: Also nicht einfach sag, passt heute nicht, ich verleg den, sondern dann einfach auch sag, ich fühle mich heute, nicht.
00:19:47: danach können wir den bitte in zwei Tagen dann durchführen oder so.
00:19:51: Und das funktioniert.
00:19:52: auch immer super.
00:19:53: Da habe ich bisher noch nie erlebt, dass jemand gesagt hat, warum das denn irgendwie jetzt?
00:19:59: Sondern die meisten haben da Verständnis für und manchmal ist es sogar auch eine Brücke und ein ganz guter Einstieg.
00:20:05: dann für den für den Termin auch.
00:20:09: Ich
00:20:10: rede jetzt darüber, wie du deine Emotionen regulierst.
00:20:13: Was sind das denn für Emotionen, wenn du Druck
00:20:15: hast?
00:20:16: Ja, Angst zu versagen.
00:20:19: Also das, also meistens sind es ja dann wie gesagt viele Themen oder auch unbekannte Themen, die auf einen einströmen, die diesen Druck erzeugen.
00:20:27: Ja, und da die Angst keine Antwort drauf zu haben.
00:20:31: Also Angst, das schon mal
00:20:34: stark
00:20:34: und auch sehr weit verbreitet.
00:20:36: Ja,
00:20:36: also das ist eigentlich so mit das, ja, die Hauptemotion, würde ich sagen.
00:20:44: Also es ist jetzt kein irgendwie Trauer oder so.
00:20:47: Nee, es ist eher Ja, die Angst, die dabei dann mitspielt.
00:20:53: Danke fürs Teil, Toni.
00:20:55: Wir haben jetzt schon viele über Führung gesprochen.
00:20:57: Aber ich würde jetzt gerne noch mal über dein Bild, was gute Führung ist, reden.
00:21:03: Jeder Mensch, der eine Vorgesetzte hat, hat ja sein Bild davon, was gute Führung ist.
00:21:09: Und in dem Moment, wo man selber Führungskraft ist, möchte man das ja auch erfüllen.
00:21:14: Was bedeutet denn für dich gute Führung?
00:21:16: So jetzt mal ganz grundsätzlich.
00:21:19: Die definiere ich für mich gute Führungen.
00:21:24: Ich würde auf jeden Fall sagen, so die Grundwerte, die einem selbst wichtig sind, dass man die tatsächlich vorlebt.
00:21:33: Also, dass man dafür wirklich steht.
00:21:36: Und die anderen Personen, das auch immer wieder merken, ja, Menschen, das sind die Grundwerte von Toni, die erkenne ich immer wieder, dafür steht sie auch.
00:21:45: Und das ist irgendwie wichtig.
00:21:56: Was ich ganz wichtig finde, ist auch das Thema sich entschuldigen können.
00:22:02: Also auch selbst anerkennen, dass man den Fehler gemacht hat als Chef, das offen ansprechen können und sich dafür auch wirklich entschuldigen können und nicht als Floskel, sondern wirklich aufrichtig damit, damit auch umzugehen.
00:22:17: Spaß und Freude.
00:22:20: Weil das verbinden für mich ganz viele Leute nicht mit Führung und Chef sein.
00:22:24: Aber doch, man darf als Chef auch Spaß und Freude empfinden und darf auch lachen und darf auch mal lächerlich sein.
00:22:31: Das ist alles fein und ist alles okay.
00:22:34: Das freist ihr auch mit?
00:22:35: Genau.
00:22:39: Und wir hatten es vorhin schon wirklich das Thema Interesse an Menschen, an den Mitarbeitern und das auch gar nicht mal nur auf das fachliche und berufliche Bezogen, sondern auch auf das Persönliche, was die Leute so umtreibt, weil nur dann kann ich sie auch weiterentwickeln.
00:22:55: Und das wären für mich so die Adjektive und Keywords, die für mich eine gute Führung ausmachen.
00:23:01: Poni, vielen Dank.
00:23:02: Jetzt hast du uns einen guten Einblick in deine Werte und an dein Verständnis von guter Führung gegeben.
00:23:08: Und das Ganze jetzt nochmal ein bisschen zu verbreitern oder zu vertiefen, würde ich vorschlagen, ich nenne dir ein paar Wortpaare und du pickst dir jeweils das Wort raus, was am ehesten zu deinen Überzeugung zur guten Führung passt.
00:23:22: Ist das okay?
00:23:23: Ja, habe ich noch nie gemacht in so einer Live-Situation quasi.
00:23:27: Ja, ja.
00:23:28: Dann legen wir los, okay?
00:23:31: Also, das erste Wortpaar ist Klarheit oder Harmonie.
00:23:34: Da hast du aber gleich den Klopper rausgehauen.
00:23:38: Harmonie.
00:23:39: Das zweite Wortpaar ist Nähe oder Distanz?
00:23:43: Distanz.
00:23:45: Vertrauen versus Kontrolle.
00:23:47: Trauen.
00:23:48: Nummer vier.
00:23:48: Tempo versus Tiefe.
00:23:50: Tempo.
00:23:51: Okay.
00:23:51: Sicherheit oder Zumutung.
00:23:54: Sicherheit.
00:23:54: Das nächste ist Ergebnis versus Beziehung.
00:23:58: Beziehung.
00:23:58: Dann Haltung zeigen oder gefallen wollen.
00:24:01: Mittlerweile
00:24:01: Haltung zeigen.
00:24:04: Habe ich mir gedacht.
00:24:06: Verantwortung übernehmen oder Delegieren.
00:24:09: Antwort übernehmen.
00:24:10: Entscheiden oder aushalten.
00:24:12: Ah,
00:24:12: da habe ich auch eine Ambivalenz.
00:24:16: Aber Entscheidung.
00:24:17: Das braucht beides, gell?
00:24:22: Jetzt kommt ein sehr interessantes Wortpaar, da darf man interpretieren, um dieses als Pole überhaupt zu verstehen.
00:24:28: Loyalität versus Wahrhaftigkeit.
00:24:31: Oh,
00:24:32: das ist echt ein Klopper.
00:24:35: Wahrhaftigkeit.
00:24:36: Und das letzte ist Führung oder Beliebtheit?
00:24:41: Ja, da bin ich auch wieder getriggert.
00:24:46: Wer mich auch da ein bisschen kennt, ich bin gern beliebt.
00:24:50: Ich geb's zu.
00:24:53: Ach, hast du selbst mich jetzt überrascht und dafür mag ich dich so und schätze dich so sehr.
00:24:59: Jetzt kommen wir langsam zum Ende der Folge.
00:25:01: und da habe ich noch eine letzte Frage, Toni.
00:25:03: Du führst ja jetzt schon seit vielen, vielen Jahren.
00:25:06: Wenn du jetzt nochmal auf die Toni vor fünf Jahren oder auf die Toni von heute schaust.
00:25:11: Was hat sich in den letzten fünf Jahren bei dir als Führungskraft am deutlichsten verändert?
00:25:17: Da würde ich sagen, dass ich mich nicht mehr so stark um mich selbst drehe.
00:25:23: Also wenn ich mal dran denke, so vor fünf oder zehn Jahren, da habe ich mich um mich gedreht.
00:25:28: Da stand ich irgendwie im Mittelpunkt.
00:25:29: Ich habe so mein Ding gemacht, mein Stiefel gemacht und meistens ging es auch gut glücklicherweise.
00:25:36: Aber das ist nicht mehr so.
00:25:38: Sondern ich mache mir jetzt schon mehr in den Kopf auch.
00:25:42: Auch meine Mitarbeiter oder möchte auch da wir hatten sehr gerade den anderen teilweise auch gefallen.
00:25:49: Möchte den irgendwie auch auch recht machen habe aber auch an mich.
00:25:54: Echt einen höheren Anspruch als früher.
00:25:56: also früher habe ich den gar nicht so.
00:25:59: Ja für mich auch.
00:26:01: Was sehr sachorientiert.
00:26:04: Ja und hab den.
00:26:06: Anspruch an mich auch gar nicht so irgendwie gestellt.
00:26:08: Also es war irgendwie sogar kein Thema.
00:26:09: Und jetzt habe ich irgendwie den Anspruch an mich und auch an meine Führung.
00:26:13: Also da habe ich einen sehr hohen Anspruch.
00:26:16: Was hat denn zu dieser Veränderung geführt?
00:26:18: Ganz viel Reflexion.
00:26:20: Ja.
00:26:22: Und auch mehr damit tatsächlich beschäftigen.
00:26:24: Also früher, wie gesagt, habe ich das gar nicht auch hinterfragt.
00:26:29: Und jetzt ein Stück weit glaube ich auch, auch wenn man das nicht gern hört, aber so dieses Thema im Alter.
00:26:37: Ja, macht man sich schon auch andere Gedanken reflektiert, finde ich noch mal ganz anders, als ich das mit ... ... und das merke ich schon, dass mich das auch wirklich weiterentwickelt hat, aber an der einen oder anderen Stelle natürlich auch schon die Leichtigkeit manchmal rausnimmt.
00:26:55: Also früher war so eine Leichtigkeit dann auch vorherrschend, die habe ich jetzt manchmal nicht mehr.
00:27:01: Könnt mir vorstellen, dass seine Mitarbeiter das genau anders sehen.
00:27:04: dass sie sagen, dass du früher härter warst und nüchterner warst.
00:27:10: Und jetzt ist es auf jeden Fall für deine Mitarbeiter leichter geworden ist im Umgang mit dir.
00:27:17: Könnte man mal eine Folge machen mit sich den Mitarbeitern?
00:27:20: Könnte mal eine Interview mit deinen Mitarbeitern machen.
00:27:24: Eine Sache, die merke ich ganz extrem, das ist das Thema Mutigsein.
00:27:29: Also auch mal neue Wege gehen.
00:27:31: Früher habe ich sehr viel geguckt, wie machen es auch andere und das dann kopiert oder so.
00:27:36: Und das mache ich heute nicht mehr.
00:27:37: Ich gucke mir das trotzdem an, wie es andere machen, aber adaptiere es dann einfach auf mich oder sag auch mal, ne, das gehe ich so jetzt nicht mit oder kann ich nicht oder ist nicht meins.
00:27:45: Genau.
00:27:46: Und dann lasse ich das auch beiseite.
00:27:47: Früher hätte ich dann versucht, das irgendwie mit einzubauen.
00:27:51: Das mache ich nicht mehr und bin einfach auch mal mit anderen Wegen mutig.
00:27:56: Und versuch mal auch anders Sachen anders zu machen.
00:27:59: Und gehe auch neue Wege mit anderen Generationen.
00:28:04: Das merke ich jetzt aktuell gerade ganz extrem, weil ich habe sehr viele junge Mitarbeiter.
00:28:09: Also ich selbst bin ja Generation X. Ich habe aber unheimlich viele Millennials, aber teilweise auch Generation Z. Und die sind schon anders.
00:28:20: Also das muss man einfach sagen.
00:28:22: Und das kann ich jetzt zum Beispiel auch viel, viel mehr irgendwie annehmen und nehmen da wirklich das positive mit und lassen mich auch von denen mitnehmen und begeistern.
00:28:32: Sehr schön.
00:28:33: Und auch meine durchgedrehten
00:28:35: Pfaden.
00:28:35: Ohne zu sagen, du weißt, wie es geht und deine Arbeitshaltung ist die richtige.
00:28:39: Genau.
00:28:40: Sondern lass mich auch mal aus meinen durchgedrehten Pfaden irgendwie rausnehmen.
00:28:44: Und das ist irgendwie ganz, ganz cool.
00:28:46: Und da sage ich, das hätte ich zum Beispiel vor zehn Jahren, hätte ich das nicht gekonnt.
00:28:51: Da hätte ich gesagt, hier ich weiß, wo es lang geht und weiß, hier weiß halt mit Löffelgepresse.
00:28:55: Du musst jetzt nur lernen, wie es geht.
00:28:57: Genau, genau.
00:28:58: Und das, da habe ich mich schon verändert.
00:29:01: Ja.
00:29:03: Wunderschön, Toni.
00:29:04: Das ist ein schönes Thema zum Abschluss.
00:29:06: Und ich wäre wirklich total gespannt, mal diese Folge mit deinen Mitarbeitern zu machen.
00:29:09: Ich auch.
00:29:11: Ich kann Sie ja mal fragen, ob ein haus erwählter Kreis da war.
00:29:16: Die können wir ja mal anonymes Feedback zu der Folge geben.
00:29:20: Ja.
00:29:20: Ja, cool
00:29:22: Idee.
00:29:22: Toni, vielen, vielen Dank.
00:29:23: Das war eine wunderschöne Folge, die mir, wie erwartet, ein Riesenspaß gemacht hat.
00:29:27: Ja, mir auch.
00:29:28: Wir haben viel gelacht.
00:29:29: Einiges davon wird ein bisschen rausgeschnitten, aber einiges werden wir auch drin lassen.
00:29:33: Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, wenn dich jetzt das eine oder andere Thema, was wir zum Thema Führung besprochen haben, herausgefordert oder bestätigt hat, lass es uns gerne wissen.
00:29:44: Es freut uns immer sehr, wenn wir mitbekommen, was euch da draußen so beschäftigt.
00:29:50: Und ansonsten bleibt mir nur wieder Danke fürs Zuhören zu sagen.
00:29:54: Und dann bis zur nächsten Folge, eure Simone gibt die Tonie.
00:30:00: Das war Moment noch über Leben in der Arbeitswelt.
00:30:03: Abonniere den Podcast, damit du keine Folge verpasst und lass gerne Bewertung oder einen Kommentar da.
00:30:10: Ich freue mich sehr über dein Feedback.
00:30:12: Bis zur nächsten Folge.
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