#38 Jobwechsel: Was ist aktuell Wunsch und was Wirklichkeit?

Shownotes

Sehr viele Menschen wollen sich beruflich verändern – viele spüren gleichzeitig, dass Bewerbungsprozesse aktuell deutlich zäher geworden sind.

Diese Folge widmet sich genau diesem Gefühl und ordnet ein, was dahintersteckt.

Darum geht es

▶️ Rückgang offener Stellen und Abkühlung des Arbeitsmarkts ▶️ was Unterlagen heute leisten müssen, um aufzufallen ▶️ warum KI-generierte Bewerbungen riskant sein können ▶️ Netzwerke als unterschätzte Chance ▶️ warum viele trotz guter Unterlagen nicht starten ▶️ realistische Zeiträume für einen Wechsel ▶️ psychische Belastung, wenn der Kopf schon im neuen Job ist ▶️ Möglichkeiten, sich im aktuellen Job zu stabilisieren

Zum Abschluss geht es um Wachstum im Übergang – Stolz auf das Erreichte, Zugehörigkeit als Stütze und darum, warum Jobwechsel heute kein Sprint mehr sind, sondern eher ein Ausdauerlauf.

Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?

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Transkript anzeigen

00:00:03: Moment noch über Leben in der Arbeitswelt.

00:00:07: Der Podcast über Arbeitszufriedenheit, wirksame Zusammenarbeit und Zwischenmenschliches.

00:00:13: Herzlich willkommen zur neuen Folge.

00:00:16: Heute geht es um das Thema Jobwechsel und ob die wirklich schwieriger geworden sind.

00:00:21: Es ist ja unverändert so, dass viele Menschen mit dem Gedanken spielen, sich einen neuen Job zu suchen.

00:00:26: Und wenn man sich die Umfragen anguckt, dann kann man sagen, dann ist die Bandbreite liegt so zwischen jeder zweite bis jeder vierte.

00:00:35: In Deutschland würde gerne sein Job wechseln.

00:00:39: Und während vor einigen Jahren sich das alles noch relativ leicht anfühlt, sieht es doch so aus, als wäre es jetzt deutlich zäher geworden.

00:00:48: Und über dieses wichtige Thema rede ich, wie soll es anders sein mit meiner Lieblingskomplizin Toni?

00:00:55: Hallo

00:00:55: Simone!

00:00:57: Ich bin ja zum Glück davon nicht betroffen oder ja ist jetzt bei mir thematisch relativ weit weg.

00:01:03: Ich bekomme das aber tatsächlich bei anderen auch mit, dass das immer mehr ein Thema ist.

00:01:08: Also zum einen dieses ich will mich verändern, ich muss raus, aber dann auch wie der Prozess relativ langwierig tatsächlich ist oder auch nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren.

00:01:19: Also sehr sehr wertiges Thema.

00:01:21: Die erste Frage, die mir da tatsächlich sofort in den Sinn kommt ist, ist das ein subjektives Gefühl oder hat sich da echt der Markt verändert?

00:01:30: Ja, da muss man leider sagen, es ist kein subjektives Gefühl, auch wenn es natürlich sich überall subjektiv ausdrückt in den einzelnen Prozessen.

00:01:39: Aber die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen, wenn man jetzt zum Beispiel mal die IAB zahlen, also vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung anschaut, dann hatten wir im dritten Quartal, zwei Tausendfünfundzwanzig noch gut eine Million ausgeschriebene Stellen.

00:01:54: Das klingt total viel, aber das sind Ninze Prozent weniger als im Vorjahr.

00:02:00: Und das ist eine klare Abkühlung.

00:02:03: Ich würde jetzt noch nicht sagen Einbruch, aber es ist eine klare Abkühlung.

00:02:07: Jetzt muss man natürlich wissen, also wenn man sich das jetzt anschaut, wie die letzten Jahre sich entwickelt haben, es gab ein Peak in zwei Tausend zweiundzwanzig.

00:02:16: Also da hat man ganz deutlich gesehen, dass es nach Corona, wo ja viele Stellen auch abgebaut wurden, erst mal so Nachholeffekte gab.

00:02:24: Die sind jetzt tatsächlich abgearbeitet, also drei Jahre später kann man sagen, ist halt eben da nichts mehr zu sehen in den Arbeitsmarktzahlen.

00:02:34: Aber natürlich muss man sagen, die Wirtschaft wächst nicht so, wie wir uns das alle wünschen würden.

00:02:40: Und das sieht man in den Arbeitsmarktzahlen natürlich auch.

00:02:44: Und

00:02:45: natürlich auch das Thema struktureller Umbau.

00:02:49: Also das Thema Digitalisierung, KI bzw.

00:02:53: überhaupt das Thema IT hat sich ja auch schon total verändert und verändert dann damit auch definitiv die Aufgabenprofile, die wir alle so haben.

00:03:01: Also das merke ich z.B.

00:03:02: auch.

00:03:03: Das ist das eine und auf der anderen Seite fallen natürlich auch schon Arbeitsbereiche weg, weil die kein Leben übernimmt.

00:03:10: Also alles, was mehr Routine im administrativen Bereich betrifft.

00:03:14: Auf der einen Seite fallen dann Sachen weg, es kommen andere Sachen dann auf einmal dazu.

00:03:18: Also es ist auch sehr viel gerade in dem Umbruch in der Anpassung.

00:03:22: Ja, und da muss man erst mal mitkommen.

00:03:25: Man sieht es jetzt aktuell, auch im weiteren strukturellen Umbau siehst du auch darin, dass es eben in ganz unterschiedlichen Jobprofilen oder in unterschiedlichen Branchen eben auch unterschiedliche Entwicklungen des Bedarfs an Arbeitskräften kommt.

00:03:40: Das kennt glaube ich jeder, der hier auch nur ansatzweise ein bisschen Zeitungen liest oder Nachrichten guckt.

00:03:45: Also wir haben stabile Bedarfe im Bereich Pflege, Gesundheit, Handwerk.

00:03:50: oder auch bei technischen Spezialisten, also Ingenieursberufe, unter anderem.

00:03:57: Und

00:03:57: wo es

00:03:58: deutlich enger wird, sieht man, das sieht man auch an der Entwicklung der ausgeschriebenen Profile, das wird ja auch regelmäßig analysiert, ist im kaufmännischen Bereich, im Bereich Projekte und Koordination oder auch im mittleren Management.

00:04:14: Und IT, während man vor paar Jahren noch gesagt hat, hier in IT, da kriegt auf jeden Fall ein Job, Wenn man sich das mal ganz genau anguckt, die Stellenausschreibung haben sich da auch geändert.

00:04:24: Das ist mir auch aufgefallen.

00:04:25: Und

00:04:26: das gibt ja auch manchmal Streit in sozialen Netzwerken darüber, ob es Fachkräftemangel gibt oder nicht.

00:04:32: Da muss man einfach mal sagen, denn gibt es in den strukturell betroffenen Arbeitsmärkten, da gibt es das.

00:04:40: Und die Tatsache, dass irgendjemand sich auf einen kaufmännischen Job bewirbt und dann eben keine Antwort bekommt.

00:04:46: Daraufhin dann allgemein abzuleiten, dass es keinen Fachkräftemangel gibt, ist halt wirklich ein bisschen zu kurz gedacht.

00:04:54: Es ist eben nicht mehr, wie du es eben gesagt hast, so wie früher, dass man sagt, so kaufmännischer Job wird gesucht, kann nicht.

00:05:00: Und das war es.

00:05:01: Ja,

00:05:02: das lebenslange Lernen hat heute mehr Relevanz denn je.

00:05:08: Muss man einfach sagen und auch nicht Ich mache jetzt ein Zertifikat und dann habe ich für die nächsten zehn, zwanzig Jahre Ruhe, sondern man muss ein Ball bleiben.

00:05:17: So, dann lass uns mal in die Realität reingehen, derjenigen Menschen, die sich jetzt wirklich verändern wollen, die wechselwillig sind, die einen neuen Job

00:05:27: suchen

00:05:27: und brauchen.

00:05:28: Was sind da die Folgen für diejenigen?

00:05:31: Ja also erstmal will ich jetzt hier bevor es ein bisschen zu duster wird, bisschen Hoffnung machen.

00:05:37: Also wechselt sind weiterhin möglich.

00:05:40: Aber man muss damit rechnen, dass der Prozess länger dauert.

00:05:45: Man muss damit rechnen, dass man noch seltener Rückmeldung bekommt, als es eh schon teilweise der Fall war.

00:05:54: Und damit halt eben auch länger im alten Job bleiben als geplant.

00:05:59: Das sind natürlich auch Ja, das ist belastend.

00:06:02: Darauf muss man sich einstellen.

00:06:04: Weil jedes ignoriert werden, jede Absage, das macht auch was mit einem.

00:06:09: Und da muss man einfach sehr gut gewappnet sein, damit man das auch aushalten kann.

00:06:14: Und die Resilienzbesitz zu sagen, und ich bewerb mich trotzdem weiter.

00:06:17: Und ich glaube trotzdem daran, dass es was wird.

00:06:20: Puh,

00:06:21: Simone.

00:06:23: Ich kann es gerade richtig fühlen, was das mit den Menschen macht, die in dem Prozess da gerade drin stecken.

00:06:31: Und eine Message habe ich auf jeden Fall rausgehört jetzt echt dran bleiben.

00:06:35: Also nicht verzagen, sondern wirklich die nächsten Schritte da trotzdem angehen.

00:06:42: Worauf kommt es denn jetzt tatsächlich an in dem Prozess?

00:06:45: Ja, also ich versuche mal auf die wichtigsten Punkte hier einzugehen.

00:06:49: Also Nummer eins ist, das ist eigentlich ein No-Prainer und das hat schon immer gegolten, gilt aber jetzt natürlich umso mehr, dass ich meine Unterlagen wirklich passend auf die Stelle Anpass.

00:07:02: Das heißt, ich muss mir die Mühe machen und

00:07:05: wirklich ganz intensiv verstehen,

00:07:07: worum geht es denn in dieser Stelle?

00:07:08: Was wollen die denn, mich in den anderen hineinversetzen?

00:07:12: Was sucht der,

00:07:12: womit ist dem geholfen?

00:07:14: Und dann gucke ich mir mein Werdegang an und meine Qualifikation und stelle die Themen besonders heraus, die da drauf am ersten einzahlen.

00:07:23: Und das ist natürlich, wenn es um einen selber geht, oft total schwer.

00:07:26: Das heißt, da kann man sich ruhig mal Hilfe holen, auch von Freunden, von Bekannten.

00:07:31: Und die einem dann bestimmt ganz gut auf die Sprünge helfen.

00:07:36: Und hier auch noch mal ganz wichtig, natürlich ist es

00:07:39: sehr verlockend,

00:07:40: dass jetzt alles mit

00:07:41: KI gestützt

00:07:43: hat, unser aller Freund ChatGPT zu machen.

00:07:47: Ich rate inzwischen davon ab, denn es ist so auch auf sozialen Netzwerken.

00:07:54: Die Menschen haben inzwischen sehr gutes Gespür dafür, was von der

00:07:57: KI ist.

00:07:58: Und sie sind dann davon nicht besonders angetan.

00:08:01: Das muss man einfach sagen.

00:08:02: Und es gibt auch welche, die es wirklich

00:08:04: ablehnen.

00:08:04: Da landet man sofort in der Tonne.

00:08:07: Das war jetzt das Thema Lebenslauf.

00:08:08: Und bei dem Bewerbungsanschreiben oder auch dem Motivationsschreiben, da sollte man sich halt wirklich die Mühe machen, eine Geschichte zu erzählen.

00:08:17: Also damit meine ich jetzt nicht eine fiktive Geschichte, sondern Bilder zu generieren.

00:08:23: wie man quasi seine Fähigkeiten schon mal unter Beweis gestellt hat.

00:08:26: Damit der Leser eine Vorstellung davon bekommt, wie das aussieht, wenn man für ihn arbeitet und er dann eben sagt, den oder die möchte ich unbedingt kennenlernen.

00:08:36: Der nächste wichtige Punkt, dass auch das ist eigentlich allen bekannt und doch wird es oft vernachlässigt und das ist das Thema Netzwerk.

00:08:45: Man kann sagen, irgendwie unter einer Beteiligung von einem Netzwerk, also von Empfehlungen.

00:08:54: Und ich weiß, da gibt es manche, die sich darüber total ärgern, der das sogenannte Vitamin B, aber ich kann an der Stelle nur sagen, es ist nachvollziehbar.

00:09:02: Eine Stellenbesetzung ist eine sehr, sehr wichtige Sache auch für die, die einstellen.

00:09:07: Und natürlich ist dann eine Empfehlung sehr, sehr hilfreich und entlastet die Entscheidung an der Stelle.

00:09:14: Und das ist wirklich verblüffend, also wenn ich Leute bei mir im Coaching habe, die sich bewerben wollen, die meisten davon haben noch gar keine Netzwerkaktivitäten gestartet und das ist wirklich schade, weil das ist total wichtig und es ist nie zu spät damit anzufangen.

00:09:31: Also man kann zum Beispiel über LinkedIn Leute anschreiben, die man kennt von früher.

00:09:36: Es gibt ganz viele Möglichkeiten und man ist echt immer wieder erstaunt, wie gerne die Leute auch weiterhelfen.

00:09:43: Und wenn ich dann in dem Gespräch nicht nur sage, hier ist so eine Stelle für mich und wenn der Nein sagt, dann auf einmal das Gespräch stockt, sondern tatsächlich auch vielleicht meine Bewerbungsstrategie mal mit jemandem bespreche, dann ist es erstaunlich, was man da alles erfahren kann und man bleibt auf jeden Fall auch in Erinnerung.

00:10:00: Was ich hier natürlich immer empfehle, ist

00:10:02: jetzt über die aktuelle Stelle,

00:10:05: nicht los zu wettern, also nicht in so eine Negativspirale zu kommen, weil das natürlich nicht besonders attraktiv

00:10:12: ist.

00:10:13: Ich habe eine Kundin, die gehört auch zu denen, dieses Netzwerk erst

00:10:18: überhaupt nicht

00:10:20: gar nicht genutzt haben und die hat drei Leute angeschrieben aus ihrem Netzwerk und zwei Monate später hat sie einen neuen Arbeitsvertrag offentisch gehabt, weil da jemand dabei war, der hat eigentlich nur darauf gewartet, dass jemand wie sie

00:10:33: sich bewirbt.

00:10:35: Ja, sehr, sehr gute Idee.

00:10:36: Und wie du sagst, es hilft alleine schon, da in den Austausch zu gehen.

00:10:40: Sogar mit jemandem, der in dem Unternehmen heute arbeitet.

00:10:42: Das sind ja Insights, die sind ja unbezahlbar.

00:10:44: Also das gebe ich dir total recht.

00:10:47: Und

00:10:47: nicht immer glauben, ich brauche den super tollen Anlass, wo der andere sich jetzt auch super für interessiert.

00:10:53: Die Menschen interessieren sich für unsere Geschichten.

00:10:56: Mehr, als man das vielleicht denkt.

00:10:59: Ja, und dann natürlich klar, das ist jetzt fast banal, aber mit das Allerwichtigste, dass man die Zeitdauer realistisch plant.

00:11:07: Also man kann das nicht genau planen.

00:11:10: Aber man sollte eben nicht glauben, dass das jetzt in drei Monaten durch ist.

00:11:16: Sondern das kann auch mal ein, zwei Jahre dauern, bis das geklappt hat.

00:11:21: Und dafür muss man dran bleiben.

00:11:23: Das ist nämlich auch noch ein ganz wichtiger Punkt.

00:11:27: Ich habe tatsächlich einige Kunden begleitet bei ihren Unterlagen und die waren dann total happy und sind dann aber gar nicht in den Bewerbungsprozess gegangen, weil ihnen das zu anstrengend war.

00:11:40: Okay.

00:11:42: Ja, das gibt es natürlich, weil die Menschen ahnen, ja, was da lauert.

00:11:47: Also das... nicht das ignoriert werden, das dann eine Absage zu bekommen.

00:11:53: Das tut vielen Menschen richtig weh.

00:11:56: Es ist der letzte mutige Schritt, den ich dann eigentlich ja noch machen muss, indem ich es dann wirklich verschicke sozusagen.

00:12:01: Und

00:12:01: hier auch noch ganz wichtig, dass man braucht das wirklich nicht persönlich zu nehmen.

00:12:05: Das hat diese Absage überhaupt nichts mit einem zu tun.

00:12:10: Das ist ganz wichtig, dieses Teflon irgendwann zu entwickeln und zu sagen, okay, das war jetzt vielleicht eine Traumstelle für mich, hat nicht geklappt.

00:12:17: hat nichts mit mir zu tun.

00:12:20: Jetzt suche ich nach der nächsten Traumstelle.

00:12:22: Aber ich finde auch wichtig dieses nicht völlig unspezifisch und ach komm ich bewerb mich mal.

00:12:30: Das ist dann schon eine Beliebigkeit, die da mit schwenkt und die man auch ausstrahlt.

00:12:35: Absolut.

00:12:36: Und

00:12:36: das liest der andere dann auch raus.

00:12:39: Und ja, das ist Arbeit.

00:12:40: Also ich weiß das auch noch, als ich mich die letzten Male beworben habe.

00:12:44: Und ich habe beispielsweise auch innerhalb der Lufthansa mir zum Beispiel dann auch immer angewöhnt, da wirklich einen Motivationsschreiben mitzuschicken.

00:12:52: Das machen ja auch viele nicht bei internen Bewerbungen.

00:12:54: Ob ich mal wirklich zu hinterfragen, warum möchte ich denn eigentlich wechseln oder warum glaube ich, dass ich da irgendwie drauf passe.

00:13:00: Und das ist aber total wichtig.

00:13:03: was ich finde, was nicht unterschätzt werden darf.

00:13:07: Wir hatten es vorhin schon mal so ein bisschen anklingen lassen.

00:13:10: Wirklich auch diese psychische Dynamik und auch Belastungssituation im aktuellen Job, weil ich bin noch auf meiner alten Position.

00:13:19: Ich will da drauf auch funktionieren.

00:13:21: Ich möchte noch leisten und bin aber mit dem Kopf ja schon woanders.

00:13:24: Weil diese Ambivalenz, die da hochkommt, das ist heftig.

00:13:30: Es ist wie eine Beziehung, wo du nämlich richtig drin bist.

00:13:33: Ja.

00:13:33: Definitiv.

00:13:34: Plus hier kommt noch der Aspekt dabei, dass ja beides aufwendig ist.

00:13:39: Also eine Bewerbungsphase, einfach mal so nebenbei, nein.

00:13:44: Das ist ein Hobby, und zwar ein phasenweise sehr intensiv, zeitintensives Hobby.

00:13:51: Dann wieder, ich möchte den wechseln und dann muss ich da auch mit allem reingehen, was dazugehört und das auch ernst meinen.

00:13:58: Oder ich lass es, dann arbeite ich vielleicht lieber daran, wie immer heutigen wieder.

00:14:03: gut zu fühlen.

00:14:05: Da glaube ich, lohnt sich auch drauf zu gucken, wie kann ich es mir sozusagen jetzt in dieser Übergangsphase, wie du sie ja eben genannt hast, wie kann ich es mir da möglichst angenehm auch noch machen und wie halte ich es da möglichst gut aus, weil wie du auch gesagt hast, das kann drei Monate gehen, es kann auch zwei Jahre gehen.

00:14:22: Das gehören da für Themen dazu, also ganz wichtig.

00:14:25: Wir hatten es in der letzten Folge mit den Menschen, die, wo die Motivation verloren gegangen ist über die Jahre.

00:14:33: Ja, das hat ja auch was damit zu tun, dass sie irgendwie ihre Handlungsfähigkeit verloren haben.

00:14:40: Und die sich zurückholen.

00:14:41: Das heißt, ich darf lernen, zu sagen, was ich möchte.

00:14:47: Aufgaben zu fordern, einzusagen und so weiter.

00:14:50: Also diese Abgrenzungsthemen.

00:14:52: Also oft flüchten Menschen ja auch aus dem Job, weil sie sich nicht richtig abgrenzen können.

00:14:57: Haben sie zu viel zu tun, zu viel zu tun, dann gehen sie woanders hin und meistens haben sie dann dasselbe wieder.

00:15:03: Also es lohnt sich.

00:15:04: finde ich einen sehr guten tip wirklich sich dazu Gedanken zu machen sich das bewusst zu machen aber es dann auch auszusprechen.

00:15:11: ja weil das bleibt dann auch manchmal stecken.

00:15:13: die leute machen sich Gedanken und erwarten dass es dann vom vom himmel trotzdem herunter fällt.

00:15:18: die frage ist ja wenn ich schon öfter unzufrieden in meinem job war dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dahinter ein eigenes Thema ist, was ich immer mitschleppe, halt einfach groß.

00:15:29: Wenn der Arbeitsmarkt weniger aufnahmfähig ist und ich länger irgendwo hänge, ich finde dann es spätestens der Punkt gekommen, wo ich mir das anschaue und zumindestens mir die Mühe mache zu identifizieren, ist da vielleicht was, wo ich an meiner Haltung arbeiten kann, damit ich mich wieder wohler fühle und besser zurechtkomme.

00:15:48: Ja, dann ist es auch wichtig.

00:15:52: Dass man sich mal an der Außensicht, das kann von irgendeinem Kollegen sein, von der Führungskraft, die ich gut kenne und die schätze, dass man sich da mal so ein Mentorin gönnt vielleicht auch oder auch mit dem Coach zusammenarbeitet, um die eigenen Gestaltungsspielräume nochmal anders zu erforschen.

00:16:11: Und hier auch Toni, du bist ja meine, ja.

00:16:15: Wie soll ich sagen, meine Werbeträgerin für das Thema Zugehörigkeitsgefühl, da kann ich nur ganz, ganz nochmal hier auch an der Stelle darauf hinweisen, dass man da in der Zeit wirklich darauf achtet, alles dafür zu tun, dass man erkennt, wo man sich zugehörig fühlt, dass man mehr dafür tut, dass man sich zugehörig fühlt und einfach für Verbundenheit zu anderen Menschen sorgt.

00:16:41: Weil... Das ist einfach das zentralste Thema überhaupt.

00:16:46: Ja, also wer tut mir auch gut.

00:16:48: Also wirklich auch darauf konzentrieren.

00:16:51: Genau.

00:16:53: Ja, und wenn das alles gegeben ist und ich sage mal, dass das Umfeld nicht völlig daneben ist, dann sollte man die Zeit eigentlich ganz gut überstehen.

00:17:02: Und man kann sie nutzen, um daran zu wachsen, dass ich weiß, das klingt jetzt wie ein Kalenderspruch.

00:17:09: Aber in den Zeiten, wo wir unzufrieden sind und da was abstellen müssen, das hat immer was mit persönlichen Wachstum zu tun.

00:17:17: Und ja, das zeigt einem eigentlich, zählt einem ein Spiegel vor und zeigt einem eigentlich, wer man ist und in welchen Rahmenbedingungen man eben gut funktioniert oder halt eben auch nicht.

00:17:29: Finde ich einen sehr schönen Abschluss, Simone, weil das ist mir auch aufgefallen, dass das wirklich eine Chance ist, diese Phase zu nutzen, um für sich selbst Sachen... klar zu bekommen, um sich selbst auch zu stärken, um da gestärkt rauszugehen, für das auch dankbar zu sein, was man selbst schon erreicht hat, wofür man steht.

00:17:48: Stolz sein, sehr schöner Punkt

00:17:51: auch.

00:17:52: Definitiv.

00:17:53: Und was ich auch sehr, sehr schön fand, was du gesagt hast, dass diese längere Suche oder auch die Absagen, die man bekommt, dass das erst mal kein persönliches Defizit ist, sondern es ist einfach die Passung, die da nicht gegeben ist.

00:18:07: Und das ist nicht an einem persönlich, da legt das fand ich einen sehr, sehr schönen Gedanken.

00:18:14: Und nicht flüchten.

00:18:16: Flüchten ist kein guter Ratgeber.

00:18:19: Ja, absolut.

00:18:21: Was Neues machen wollen, weil man Lust drauf hat.

00:18:24: Und nicht, weil das alte Doof ist.

00:18:25: Ich danke dir ganz herzlich.

00:18:28: Und dir da draußen danke ich sehr fürs Zuhören.

00:18:32: Ich hoffe... Du bist momentan zufrieden in deinem Job oder hast einen neuen Job in Aussicht und kannst dein Arbeitsleben so genießen, wie es gerade ist.

00:18:43: Und dann bis zur nächsten Folge

00:18:46: deiner Simone.

00:18:47: Untertitel

00:18:59: im Auftrag

00:19:01: des ZB.

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