#40 Sinn im Arbeitsalltag: 4 frustrierende Dauerbrenner - und was man gegen den Frust tun kann
Shownotes
Nach der letzten Folge kamen einige Rückfragen:
Sind Sinnkrisen nur ein Thema der Lebensmitte? Und wie zeigt sich Sinn ganz konkret im Arbeitsalltag?
In dieser Folge wird es praktisch.
Auf Basis der drei Sinn-Ebenen von Viktor Frankl – Erleben, Gestalten, Haltung – schauen wir diesmal auf typische Situationen aus dem Berufsleben:
➡️ Reorganisation ➡️ Einsparprogramme ➡️ Chefwechsel ➡️ Leistungsbeurteilung ➡️ und die Frage, warum Sinn oft ins Privatleben rutscht
Was passiert emotional bei einer Reorg? Warum können Einsparprogramme selbst engagierte Menschen innerlich ausbremsen? Wie viel Gestaltungsspielraum gibt es wirklich bei einem Chefwechsel? Und wie geht man mit Feedback so um, dass es stärkt statt schwächt?
Es geht nicht um große, abgehobene Fragen, sondern um konkrete Stellschrauben im Alltag. Und um die Erkenntnis: Sinn verschwindet selten – er wird oft nur überlagert.
Mit einer einfachen Übung am Ende, die hilft, wieder mehr von dem sichtbar zu machen, was im Job eigentlich passt.
Du hast Fragen, Gedanken oder Themenwünsche für zukünftige Folgen?
Schreib mir unter: simone@simoneschweitzer.de
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Transkript anzeigen
00:00:03: Moment noch!
00:00:04: Überleben in der Arbeitswelt.
00:00:07: Der Podcast über Arbeitszufriedenheit, wirksame Zusammenarbeit und Zwischenmenschliches.
00:00:13: Herzlich willkommen zur neuen Folge.
00:00:15: von Moment noch ist die Folge Nummer vierzig und ich habe wieder Toni dabei.
00:00:20: Hi Toni!
00:00:23: Ja, ich muss noch was ergänzen zum letzten Mal.
00:00:26: Ich habe ja gesagt wir werden jetzt mit Video verfügbar auf Spotify und auch auf YouTube.
00:00:34: Es geht leider nur auf YouTube.
00:00:35: Geht aus technischen Gründen leider nicht anders.
00:00:39: Und dann gab es nach der letzten Folge da ging's ja um das Thema Sinn in der Lebensmittel und ich hab relativ viel von Viktor Frankl erklärt, gab es ein paar Rückfragen aus der Hörerschaft.
00:00:52: Das erste war so das Thema sind die Sinnkrisen wirklich nur im Thema der Lebensmitte oder gibt's das auch schon früher?
00:00:58: Und das zweite war dass sich Menschen gewünscht haben, dass wir das nochmal ein bisschen konkreter auch zeigen.
00:01:04: Deshalb ist die Folge heute so ein bisschen unter dem Motto Was macht uns eigentlich zufrieden Im Job und generell?
00:01:13: Darum befinde ich eigentlich bei Viktor Frankel.
00:01:16: Ja, richtig cool Simone.
00:01:18: Dass da so viel Rückmeldung auch kam und die ja Hörer und Hörerin sich da gewünscht haben dass wir noch ein bisschen mehr darüber philosophieren und sprechen finde ich richtig richtig klasse.
00:01:29: Und also ich merke das auch gerade auch in meinem Team.
00:01:33: Da sind viele Jüngeren und die gehen tatsächlich anders mit Leistungen um habe Ich zumindest zu den Eindrucken und es ist auch weniger dieses Augen zu durch und zu verbissen Sondern die Wegen schon auch mehr
00:01:45: ab
00:01:46: irgendwie und fragen nach Sinn oder haben auch ein anderes Verständnis von Belastung oder auch Überlastungen.
00:01:54: Und wenn ich das mit mir vergleiche, wie ich so früher auf die Arbeit geschaut habe... Da ist doch schon anders gewesen irgendwie.
00:02:00: und da hab' ich mich jetzt natürlich auch gefragt Ist das irgendwie schon dann doch auch ein Generationenthema?
00:02:08: Ja Das ist echt eine gute Frage.
00:02:10: also da habe ich auch schon oft darüber nachgedacht.
00:02:12: man liest ja auch sehr viel weiß nicht, ob es ein Generationsthema ist.
00:02:17: Ich denke, es gab auch in unserer Generation welche die Warnklareistungsorientiert und haben sie auch übertrieben mit dem Arbeiten.
00:02:26: Und es gab aber auch welche, die das schon früher anders gesehen haben.
00:02:32: nur Sie haben's halt nicht so offen ausgesprochen ja?
00:02:36: Und heute ... du hast das Gefühl auf Social Media Ja, da wird ja sehr viel darüber gesprochen.
00:02:42: Das heißt das wären auch Dinge die man sich früher nicht getraut hat.
00:02:46: Haar viel normaler weil es viel mehr in den Gesprächsraum geholt werden auf der einen Seite und auf der anderen Seite, ja ... Auf der Jagd nach Viralität.
00:02:57: Ich weiß nicht ob du so ein Video schon mal gesehen hast von ganz jungen Leuten die in die Arbeitswelt eingetreten sind.
00:03:03: Teilweise gibt's ja sogar welche wirklich heulen Weil sie feststellen, was das heißt von nine to five zur Arbeit und dann nur Anreiseabpreise.
00:03:10: Dass dann eben vom Tag, wenn ich nur vierzehn Stunden Woche habe, nur noch zwei drei Stunden wahres Leben übrig bleiben.
00:03:17: Ja kenne ich die Videos tatsächlich und war auch so ein bisschen schockiert tatsächlich.
00:03:24: Es ist eine andere Zeit und wie gesagt, es gab in jeder Generation sowohl das eine als auch das andere.
00:03:34: Ich finde die Bewegung ja gut, auch das nochmal zu hinterfragen.
00:03:37: Muss ich jetzt irgendwie vierzehn Stunden, fünfzehnechzehnte Stunden arbeiten?
00:03:40: Ja!
00:03:41: Ich finde immer wenn die Leistung stimmt und jetzt kann man auch das ja wieder definieren was heißt irgendwie Leistung und wann ist Leistung irgendwie gut Dann darf ich auch weniger gearbeitet werden, also das ist ja auch eine Sache die man rausgefunden hat bei so Teilzeitbeschäftigten.
00:03:55: Auch dass die meistens total effizient unterwegs sind und manchmal sogar mehr geschafft kriegen als die, die sie Stunden auf der Uhr haben.
00:04:03: Also ich finde das eine darf man mit dem anderen nicht zu sehr vermischen und sagen nur weil jetzt jemand vielleicht auch weniger arbeiten möchte, ist er bereit weniger zu leisten.
00:04:12: Das stimmt hier ganz oft gar nicht aber ich bin bei dir.
00:04:15: Man darf es auch nicht für allgemeinern.
00:04:16: tatsächlich.
00:04:18: Also sicher ist in der aktuellen jüngeren Generation einiges anders als es bei uns war.
00:04:22: Aber das war auch schon immer so, dass Generationen unterschiedliche Werte auch schon in den jüngern Jahren haben.
00:04:28: Ja ja jetzt hattest du's ja schon gesagt?
00:04:31: Dass die Rückmeldung zur letzten Folge war, dass die Menschen, die uns zugehört haben, die ich habe raus gehört konkrete Beispiele aus dem echten Arbeitsleben gewünscht.
00:04:42: und Ich fände aber noch mal cool Wenn du noch mal ganz kurz was zu den drei Sinnebenen von Viktor Frankel sagst, damit wir alle auf der gleichen Ebene unterwegs sind.
00:04:53: Ja sehr gerne!
00:04:54: Also Viktor Franke hat ein Bild vom Thema Sinn gehabt das finde ich sehr nah am echten Erleben ist.
00:05:03: also er hat im Prinzip gesagt wie erleben Sinn dadurch?
00:05:08: Wie wird durch die Welt gehen und wenn wir durch die?
00:05:13: Also für ihn war Sinn nichts Überhöhtes, ja wo jetzt jeder irgendwie seine Bestimmung oder seine Berufung finden muss.
00:05:20: Das ist auch tatsächlich so dass das selten Menschen weiterhilft weil sie suchen sehr lange und wenn Sie dann fündig werden ist es sehr sehr brüchig.
00:05:29: Und deshalb finde ich das Modell von Viktor Frankl viel hilfreicher nämlich Wenn ich mir anschaue wie erlebe Ich sind in jedem Tag in jedem Moment in jeder Sekunde.
00:05:40: Für ihn ist quasi das Leben eher die Summe einer Aneinanderreihung von stimmigen Momenten.
00:05:48: Ja, und also viel mehr das als ein statischer Zustand ja?
00:05:52: Und da gibt es eben drei Bereiche – da hat mir letztens auch drüber gesprochen ich kann Sinn im Erleben finden Das kann Genuss sein in einem Konzert Ich höre jemandem zu, ich habe eine schöne Begegnung Jemand tut was für mich Oder halt eben, ich bin derjenige, der was tut.
00:06:11: Also der konzipiert, der gestaltet, der entwirft, der vielleicht handwerklich irgendwas macht.
00:06:18: Wenn ich jetzt keine Ahnung im Urlaub am Strand bin und finde Sand schön Das ist ein Erlebnis wert weil ich genieße den Sand.
00:06:27: wenn ich eine Sandburg baue wäre das eine gestalterische Leistung.
00:06:33: Und dann Ich habe das tatsächlich hier auf WhatsApp mit einem sehr guten Freund diskutiert, der gesagt hat ja aber Haltung die Nummer drei.
00:06:44: Das kannst du ja gar nicht separat als einzelnes Thema betrachten und da hat er recht.
00:06:48: wir haben natürlich immer eine Haltung.
00:06:50: Stimmt also jetzt es gibt Situationen im Leben die vom Erlebniswert her nicht schön oder sogar sehr unangenehm sind Und an denen ich aber nichts ändern kann, das beste Beispiel hier ist immer wenn jemand nahestehendes stirbt.
00:07:06: Dann ist es einfach kein schönes Erleben und es ist auch nichts wo ich was dran ändern kann.
00:07:11: derjenige wird nicht mehr lebendig und dann kann ein eben die Haltung helfen durch diese Zeit zu kommen.
00:07:19: Zum Beispiel die Dankbarkeit, dass man mit demjenigen zusammen sein durfte.
00:07:22: Das kann einem helfen zumindest in dieser Wellenbewegung der Trauer einen gewissen Halt zu finden.
00:07:28: Ja
00:07:28: also ich höre da ganz viel Einstellung zu Dingen auch raus und auch das Sehen von Kleinigkeiten.
00:07:38: Also ich fand dein Bild so schön mit den Sand weil dann würden wir ja jetzt gerade als Erwachsener irgendwie denken naja Gott ist doch nur Strand es doch nur sand.
00:07:46: Aber ich kann auch aus diesem Moment was Besonderes machen, eben wie du sagst in dem ich da eine andere Haltung zu habe und mich auch an diesem Sand und an dem Meer und am Strand dann irgendwie erfreue.
00:07:55: Und das ist erstmal finde ich ein Mindset
00:07:57: Geschichte
00:07:58: und dann hab' ich's noch nix gestaltet und hab' erst mal auch noch nichts erlebt sondern ich schätze den Sand!
00:08:04: Genau...
00:08:04: ...und den Strand.
00:08:06: Für manche Leute kann das so schlimm sein.
00:08:07: es gibt ja Leute die hassen Sand
00:08:09: Dann dürfen sie aber nicht ans Meer fahren.
00:08:11: Aber vielleicht landen Sie zufällig da und dann hilft die Haltung, wieder rauszukommen?
00:08:16: Das stimmt!
00:08:17: Da hast du recht... Jetzt würde ich aber vorschlagen lassen uns doch mal wirklich auf konkrete Ereignisse aus dem Arbeitsalltag schauen.
00:08:26: Da habe ich jetzt nämlich richtig Bock drauf das wir da ein bisschen auseinander nehmen.
00:08:32: Mir fällt tatsächlich als erstes Beispiel ein das Thema Reorganisation ... kennen, glaube ich auch, neunundneinzig Prozent der arbeitenden Völkerung.
00:08:46: Und ich kenne das auch von mir.
00:08:47: also gerade wenn man auch in einem Konzern arbeitet hat man das schon des öfteren Mal erlebt und bei mir sind so die ersten Gedanken, die ich dann auch habe wirklich so dieses Thema oh je!
00:08:58: Schon wieder.
00:09:00: uns ist doch noch gar nicht so lange her dass es die letzte gab.
00:09:03: oder jetzt machen wir was was wir irgendwie vor zwei Jahren gemacht haben.
00:09:07: Jetzt machen wir das schon wieder.
00:09:08: Kennst du das auch?
00:09:09: Oder
00:09:09: Rollerückwärts natürlich.
00:09:12: Klar, erstmal Dezentralisierung.
00:09:14: Zentralisierung ist eines der besten Beispiele.
00:09:17: Stimmt!
00:09:18: Ja.
00:09:19: Das schlagere ich das auch.
00:09:21: Ja und es ist so wenn wir als Berufs-, also ich als Berufsamher will nicht mal von mir reden.
00:09:27: zu die ersten Drehorganisationen, die fand ich total spannend da war ich ein bisschen aufgeregt neugierig hab so eigentlich Hab das als was ganz Besonderes erlebt und hab auch all das, was man mir erzählt hat.
00:09:37: Also was mein Vorgesetzter mir damals dazu erzählt hat warum man das macht, warum das sinnvoll ist?
00:09:42: Das habe ich erst mal
00:09:43: geglaubt.".
00:09:44: Ja also auch das kenne ich wobei ich gemerkt habe mit eben zunehmender Erfahrung beispielsweise dass sich dann auf einmal auch ein Verständnis für die Bedeutung entwickelt haben.
00:09:54: Ich habe auf einmal verstanden worum es die Reorganisation irgendwie gebraucht hat aber auch durch meine Erfahrungen besser verstanden Was kann das heißen?
00:10:04: Also auch an Nachteilen oder an Problemen, oder wie man es irgendwie auch nennen möchte.
00:10:10: Und natürlich auch so ein bisschen die Ernüchterung.
00:10:12: Man hat dann schon drei, vier Reogs erlebt und weiß dann auch irgendwie die gewünschten Vorteile kommen dann halt vielleicht auch nicht.
00:10:20: Man geht so ein bißchen negativ auch schon rein also man wird zwar gelassener aber auch gleich gültiger.
00:10:26: Ich würde's
00:10:26: gar nicht unbedingt negativ sondern ich würd sagen realistischer
00:10:30: Echt auch das.
00:10:31: Erfahrung ist ja nun mal auch, also es ist keine schwarze Malerei sondern Erfahrung ist Erfahrung.
00:10:37: Ja stimmt hast du recht Wie würdest Du sagen erleben Menschen so eine so eine Reorganisation?
00:10:44: Also was passiert da auch an den verschiedenen Menschen Typen in den Chefs In den Kollegen?
00:10:50: Ich
00:10:51: würde jetzt gar nicht unbedingt auf die Typen eingehen weil dann wird die Folge zu lang.
00:10:55: Aber was erleben sie?
00:10:56: Also Reorganization heißt erstmal Und das ist uns, glaube ich zu wenig bewusst in dem Moment wo wir innere Abwehrmechanismen oder vielleicht auch manche freuen sich dann auch.
00:11:07: Warum?
00:11:08: Weil Reorganisation heißt meistens dass sich meine Beziehungen total verändern.
00:11:14: also das was ich erlebe spricht die Leute mit denen ich zu tun habe.
00:11:17: Ich krieg vielleicht andere Kollegen Meine Schnittstellen verändern sich Zuständigkeiten verändern sich, also mein Teil am Prozess und der den jemand anderes macht.
00:11:27: Übergabepunkte werden mehr oder weniger.
00:11:30: Und nicht zuletzt kann es ja auch sein dass es einen neuen Vorgesetzten oder eine neue Vorgesetze gibt.
00:11:38: Hier liegt natürlich ein ganz großer Riesenveränderung, eine Unsicherheit.
00:11:43: Also Riese in dem Sinne von wie erlebt das menschliche Organismus und das Gehirn?
00:11:50: Und das ist einfach viel Unsicherheit.
00:11:52: Es gibt neue Meetingstrukturen, es kann sogar sein je nachdem wenn's einen neuen Vorgesetzten gibt oder oft werden ja dann im Rahmen von der REWAC auch noch andere Policies rausgegeben.
00:12:01: auf einmal gibts weniger Homeoffice Ja oder mehr die Zwang dazu.
00:12:06: es gibt ja Leute die das nicht wollen und das heißt was am Ende bei rauskommt kann für mich besser sein oder schlechter oder ähnlich.
00:12:14: ich weiß es aber erstmal nur nicht.
00:12:17: Das heisst immer leben Einfach vor allem Riesenberg an Unsicherheiten und vielleicht gibt es auch schon Klarheiten, die ich nicht mag.
00:12:24: Ja, aber ich weiß okay... Die Toni ist jetzt vielleicht nicht mehr meine Kollegin künftig?
00:12:29: Das würde ich sehr traurig finden zum Beispiel!
00:12:31: Ich wollte
00:12:31: gerade sagen hat dann auch was mit Trauer zu tun.
00:12:34: Ja.
00:12:35: Total.
00:12:36: Jetzt wo du da drüber grade gesprochen hast.
00:12:38: wenn ich jetzt mal so an den Punkt Gestaltung denke Dann kann das glaube ich auch für unterschiedliche Bereiche ja sehr verschieden sein.
00:12:46: Ja total
00:12:47: die Bereiche, die mitgestalten können.
00:12:51: Für die ist das total super als ich sage jetzt mal irgendwie typischerweise wahrscheinlich irgendwie Controlling oder HR.
00:12:57: Die sind da sehr stark auch eingebunden und sind sehr aktiv.
00:13:00: Und für die fühlt sich das wahrscheinlich ... anders und wahrscheinlich auch vielleicht ein bisschen besser an als für jemanden, der eher gestaltet wird.
00:13:09: So drücke ich es mal aus!
00:13:10: Ja ja total.
00:13:11: Also da kann ich natürlich nur dir absolut zustimmen weil aus beiden Perspektiven habe ich unzählige Reorganisationen begleitet also sowohl aus dem Controlling heraus als auch von HR Und das sind so die Zeiten... Da ist man wirklich gefragt.
00:13:27: Da hat man wirklich sehr viel Gelegenheit wirksam zu werden.
00:13:31: Bei allem, je nachdem was ist für eine Reorganisation?
00:13:34: Was die Gründe und die Ziele waren.
00:13:35: Ist es natürlich auch belastend gewesen.
00:13:38: aber der Gestalter in mir der ist natürlich aufgeblüht
00:13:41: Ja Und würdest du da auch sagen Auch Nach den vielen Jahren in denen der übergeordnete Sinn vielleicht auch nicht immer nachvollziehbar war?
00:13:50: also wie guckste da jetzt auch drauf?
00:13:53: ja Also Ich war meistens an den Stellen wo ich sehr gut informiert war und ich habe zumindest eine Idee gehabt.
00:14:00: Aber selbst, wenn ich gesagt habe auch Mann das ist doch dasselbe was wir schon mal vor fünf Jahren probiert haben.
00:14:05: es hat damals schon nicht geklappt.
00:14:07: in der Umsetzung hat das gestalten können diese Sinn thematik ein Hintergrund gedrückt weil ich da einfach das machen konnte was mir entsprach.
00:14:16: und
00:14:16: jetzt das dritte Thema.
00:14:17: Haltung kann ich mir vorstellen ist auch bei Regoorganisationen ein ganz wichtiges Thema Und da wirklich sehr stark auch dieses Thema Was sind die Gründe für eine Reorganisation?
00:14:30: Was sind auch die Vorteile?
00:14:32: und vielleicht jetzt gar nicht mal für mich, aber zu verstehen was bringt der Firma.
00:14:37: Und da fällt mir auch ganz klar das Thema ein.
00:14:40: Kommunikation.
00:14:42: Also, wie gesagt ich habe auch nicht erst eine Reorganisation irgendwie hinter mir und es ist ja tatsächlich ganz oft an der Kommunikation gescheitert.
00:14:51: Und dabei wäre das so einfach gewesen.
00:14:53: Ich glaube wenn die Leute das verstanden hätten warum ist es jetzt wichtig für die Firma?
00:14:57: Warum ist es wichtig für Die Abteilung dann wäre auch dieses Haltungsthema möglich gewesen.
00:15:01: Ja!
00:15:02: Das wird ja versucht.
00:15:03: also das hab' ich noch nie erlebt dass es nicht versucht wurde.
00:15:07: Aber was ich auch erlebt habe, ist das jetzt zum Beispiel... Ich meine meistens ist es ja so, dass irgendeiner in der Hierarchie war ja schon bei der vorherigen Reorganisation dabei.
00:15:18: Und er hat ja auch im Hinterkopf München, das ist eigentlich das selbe wie das, was wir schon mal gemacht haben und versucht aber eher ein Wandel darüber zu packen statt zu sagen, ich weiß Leute!
00:15:28: Wir haben das schon einmal versucht, aber diesmal wollen wir's richtig anpacken.
00:15:31: Das ist zum Beispiel schon eine große Veränderung, das ist eines anderen was man auch nicht vergessen darf.
00:15:36: Also da muss ich jetzt auch mal kritisch drauf gucken was ja doch oft passiert.
00:15:41: du hast ein Team mit erfahrenen also mit dem Mix auf jeden Fall sind auch sehr viele erfahrene Mitarbeiter drin Und dann kommen Führungskräfte.
00:15:48: Jetzt ist es ja sehr modern, heute zu sagen die Führungskraft muss sich erfachlich nicht so gut auskennen, die muss führen können und dann geht sie da rein und arbeitet dann vielleicht tatsächlich mal als Organisationsentwickler und ordnet eine Reorganisation an.
00:16:01: Das heißt nichts anderes als das erfahrene Mitarbeiter von dem was in diesem Team passiert, von total in der Sache unerfahrenen Führungenskräften hin- und her organisiert werden.
00:16:13: Ich verstehe aber, warum das passiert.
00:16:15: Das wird sich auch nicht immer vermeiden lassen und gibt es gute Gründe für ... Aber da darf man sich eben auch nicht wundern, wenn dann manchmal Mitarbeiter sagen hier, ich mach zwar mit, aber ich bin jetzt nicht so hundertprozent an Bord?
00:16:31: Ja wahrscheinlich
00:16:32: war das
00:16:33: mein Punkt, den ich ein Stück weit mit Kommunikation gemeint habe.
00:16:36: Also dass mit dem Mitnehmen der Leute und gemeinsam irgendwie schauen Ja, die Wahrheit irgendwie aussprechen.
00:16:45: und da habe ich schon teilweise ehrlicherweise erlebt das dann rumgeeiert wurde oder man wollte da noch nicht weil man konnte noch nicht wo.
00:16:52: ich denke
00:16:53: Mensch.
00:16:53: Und man funktioniert nicht wenn irgendwas besser wird im Unternehmen ein Mitarbeiter den ich noch nicht total verloren hab der wird doch damit machen ...
00:17:04: oder auch, und das habe ich ja jetzt gerade vor gar nicht allzu langer Zeit erlebt.
00:17:07: Das war jetzt keine Reorganisation aber so ein bisschen schon innerhalb des Teams... ...und da hab' ich manches auch zum Beispiel falsch eingeschätzt.
00:17:15: Und ich finde auch dazu dann zu stehen und zu sagen hey!
00:17:19: Sorry, hab ich nicht kommen sehen.
00:17:21: Tut mir irgendwie auch leid.
00:17:22: aber jetzt lass uns nach vorne gucken und's irgendwie besser machen weil ja du weißt dir selbst wie es ist hochdynamisch in so Organisationen und man kann dich alles vorhersehen und sich überlegen.
00:17:34: Genau und das wird einem ja in der Regel verziehen.
00:17:36: Es wird einem nur nicht verziehen wenn man einfach blind
00:17:38: oder energievoll
00:17:39: weitermacht.
00:17:40: Das stimmt!
00:17:41: Dann wird mal irgendwann nicht mehr ganz ernst genommen.
00:17:44: Das darf sich dann auch nicht wundern.
00:17:46: Ja
00:17:48: Dann lass uns mal zum nächsten Thema kommen, weil mir ist noch eins eingefallen.
00:17:52: Was auch ganz oben mit dabei steht und so ein bisschen auch mit dem Thema Reorg zusammenhängt nämlich das Thema Einschwabprogramme.
00:18:01: Hört man auch aktuell ja wieder ganz oft.
00:18:06: Ja auch da Fokus auf Effizienz und immer weniger Menschen sollen dieselbe Arbeit machen.
00:18:13: Und damit ein Her geht ja oft das versprechen, dass die Prozesse auf jeden Fall besser und liener und schneller et cetera werden.
00:18:22: Das trifft zwar manchmal zu habe ich auch schon erlebt teilweise aber auch leider
00:18:27: nicht.
00:18:27: Ja wenn man direkt ins erleben einsteigen was erlebten Mitarbeiter bei einem Einsparprogramm?
00:18:37: also erstens mal natürlich das Riesendamoklet Schwert was nicht nur schwebt sondern oft auch unterfällt nämlich mehr Aufgaben mehr Zeitdruck In der Konsequenz, noch weniger Zeit dazu auch mal noch ein Gespräch mit jemandem angenehmes Gespräch zu führen was vielleicht jetzt nicht unbedingt hundert Prozent Arbeit ist.
00:18:57: Und das führt dann dazu dass selbst jemand der etwas macht was ihm totale entspricht und was er richtig gerne machen natürlich unter den Rahmenbedingungen keine Freude mehr macht.
00:19:07: Ja, weil es einfach zu viel geworden ist.
00:19:10: Da kommen wir eigentlich direkt zum Gestalten.
00:19:12: Wollte ich gerade sagen genau, was ich da auch schon oft erlebt habe, es bleibt zwar die Tätigkeit gleich also der wird jetzt nicht irgendwie von Abteilung A zur Abteilungen B geschoben wie das ja eben bei der Reorg hatten.
00:19:25: aber so die zentralen Werte verändern sich dann eben Weil es eben wie du gesagt hast dieses Thema Schnelligkeit, Zeitdruck.
00:19:32: Dann leidet auf die Qualität genau, Sorgfalt und so weiter.
00:19:36: was mir dann als Mitarbeiter vielleicht auch vorher extrem wichtig war.
00:19:39: das gerät dann ein bisschen unter die Räder sozusagen.
00:19:42: Nicht nur vor Herr Toni, das ist dir wichtig!
00:19:44: Vielleicht ist das
00:19:45: ja gar nicht.
00:19:45: Oder ja, hast recht.
00:19:47: Und durch die äußeren Rahmenbedingungen wird dir im Prinzip alles genommen was du brauchst um dass du eine vernünftige Qualität sich erstellen kannst?
00:19:54: Ja
00:19:54: stimmt Ja, genau.
00:19:57: Und halt auch wirklich die Prozesse, die sich da radikal dann verändern.
00:19:59: und du hast es ja eben wirklich schön gesagt.
00:20:01: Auf einmal wird mir so ein bisschen der Boden unter den Füßen weggezogen.
00:20:10: Ich habe jemanden vor Augen eine Kollegin im
00:20:12: H.A.,
00:20:12: die war top!
00:20:16: Super zuverlässig, die wusste, kannte jeden Prozess und alles.
00:20:20: Und es gab immer mehr Reorganisationen, die hat immer mehr Aufgaben dazugekriegt.
00:20:23: Und auf einmal war sie so ein bisschen blasser geworden und ruhiger und in sich gekehrter... ...und hat richtig einen Sinn an ihrem Job verloren!
00:20:33: Obwohl ihre Kompetenz ja da war!
00:20:35: Extrem!
00:20:36: Also total krass!
00:20:40: Wenn Sie in einem Zustand nach vielleicht sogar mehreren Einsparprogrammen, wo dann was weiß ich alle paar Jahre, fünfzehn Prozent der Ressourcen weggeschnitten werden und die prozessualen Verbesserungen, die mal versprochen wurden damit man das Personal auch einsparen kann.
00:20:53: Ja dann doch oft so nicht gekommen sind.
00:20:56: Dann ist also wie was für eine Haltung soll man da bringen?
00:21:00: Da bleibt am Ende nur noch ich brauche das Geld.
00:21:03: Ich mache das das Geld deswegen Das kennt man dann auch.
00:21:07: Also Leute, die sehr resilient sind, die sagen ja gut wenn das jetzt hier so gewollt ist, da machen wir halt nur noch siebzig Prozent.
00:21:14: Ja ich wollte gerade sagen... Gibt
00:21:16: es Leute die können das?
00:21:17: Job nine to five und dann mache ich jetzt halt hier so das nötigste und das war's dann irgendwie
00:21:22: auch.
00:21:23: Ich mach genau das was von mir verlangt wird aber halt eben nicht mehr
00:21:28: in der
00:21:28: hundertprozent Variante.
00:21:30: Ja, puh Simone.
00:21:34: Einsparprogramme können echt irgendwie so kleiner Stimmungskiller sein.
00:21:38: Deswegen würde ich vorschlagen gehen wir schnell weiter und nehmen uns mal das nächste Thema vor.
00:21:43: Suche mal eins von mehr Energie drin steckt!
00:21:45: Ich gehe mal in das persönliche erleben.
00:21:48: mich das Thema Chefwechsel haben, glaube ich, neunundneinzig, neuen Prozent der Angestellten oder auch Beamten schon kennengelernt.
00:21:56: Und ich habe es vor einem Jahr erlebt bzw.
00:21:58: bekommen jetzt zeitnah eine neuen Chefchef.
00:22:02: Insofern ist das für mich persönlich auch gerade echt ein großes Thema, weil man natürlich auch nicht weiß wie werden welche Ebenen im Arbeitsalltag verändert und da bin ich jetzt auch mal sehr gespannt, wie das so werden wird!
00:22:19: Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:22:21: Und da ist natürlich klar beim Chefwechsel hast du auch im Erleben so eine totale Veränderung ne?
00:22:28: Du hast eine Beziehung zu demjenigen gehabt die vielleicht angenehm war sowohl in der Arbeit als auch vielleicht persönlich.
00:22:35: Es kann sein dass derjenige Rahmenbedingungen verändert was natürlich auch dein das erleben deiner persönlichen Arbeit massiv verändern wird.
00:22:45: es kann sein er nimmt die Aufgaben weg oder gibt welche dazu Je nachdem und dann kommt er vielleicht auch noch auf die Idee von der Reorg.
00:22:52: Das hatten wir ja schon.
00:22:54: Ja, das stimmt!
00:22:56: Und auf jeden Fall befürchtet man oder ich habe... hat das auch jetzt als ich wie gesagt einen neuen Chef bekommen hab, habe ich auch befürchte dass so das gewohnte auf jeden Fall verändert wird oder eingeschränkt, also dass sich das definitiv verändern wird.
00:23:11: Das ist erst mal die Sorge ob es dann so ist steht ja nochmal auf einem anderen Papier.
00:23:14: aber mit der Sorge geht man dann irgendwie... Es wird
00:23:17: sich verändern!
00:23:18: Die Frage ist wie sehr?
00:23:20: Hast du recht?
00:23:21: Ja vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück muss ich sagen Mit meinem neuen Chef jetzt Was ich aber auch
00:23:29: schon bei... Aber hoffentlich halt dazu.
00:23:31: Hallo neuer Chef von Toni Sie hatte Glück mit dir.
00:23:35: Was ich aber auch von anderen Kolleginnen und Kollegen schon gehört habe, ist auf einmal das Thema Überforderung.
00:23:42: Weil der Chef dann was möchte... ...was bisher nicht gewünscht war oder was man vielleicht auch nicht mitgebracht hat.
00:23:48: Und es war irgendwie okay so und auf einmal fordert er irgendwas wo man denkt so ne kann ich nicht!
00:23:53: Ja das sind ja auch diese ungeschriebenen Verabredungen die man mit seinen Vorgesetzten hat Irgendwas, was in meiner Stelle steht.
00:23:59: Was ich gar nicht kann und muss sich nicht machen.
00:24:01: Kommt ein neuer Satz?
00:24:02: Das machst du jetzt.
00:24:04: Zagüberforderung!
00:24:05: Ja ja... Und was ich ... Du hast eben schon gesagt der neue Chef und ich hatte ganz schön Glück mit ihm.
00:24:13: Was mir da aufgefallen ist das es ganz stark auch mit diesem Vertrauensverhältnis zusammenhängt.
00:24:18: Und das war bei ihm jetzt wirklich so dass das von Beginn an zum Glück Ja, ich rede jetzt einfach mal von Glück.
00:24:27: Da wirklich gegeben war beziehungsweise muss das auch aufgebaut werden?
00:24:30: Also es ist ja auch die Frage wie gehe ich aufeinander zu?
00:24:34: Das wäre
00:24:34: offen und so weiter.
00:24:37: Da sieht man auch was für eine Möglichkeit man hat dass selber mitzugestalten.
00:24:41: Man ist im Chefwechsel nicht einfach ausgeliefert sondern ich kann selbst viel daran mit tun.
00:24:48: Mit dem freundlichen zugewandten Umgang Also auch vertrauensvoll auf denjenigen und nicht so skeptisch, was würde jetzt hier im Schilde?
00:24:58: Ja.
00:24:58: Und
00:25:00: das kann
00:25:00: man schon viel machen.
00:25:03: Auch dem neuen Chef dann sagen, was man gerne macht!
00:25:06: Ja, ja.
00:25:07: Also auch nicht darauf warten dass erst dann irgendwann sieht das man das gerne macht sondern ich bin da auch ganz offensiv
00:25:12: vorher immer gemacht wurde.
00:25:14: hoffentlich dass der mich das auch machen lässt.
00:25:17: Ich bin ganz offensive auch damit reingegangen was mir Spaß macht was was mich weiterbringt oder was mir vielleicht auch nicht irgendwie so viel Freude bringt.
00:25:23: also da mit einer gewissen Offenheit dann rein gucken.
00:25:26: aber das könnte ich mir vorstellen ist vielleicht auch schon so ein Thema Haltungsblock?
00:25:31: Das ist ja das was du tun kannst was du gestalten kannst an der Beziehung an deinem arbeits.
00:25:36: Platzaltung würde ich jetzt eher sagen, ist wie trete ich dem entgegen?
00:25:41: Bin ich vertrauensvoll bin ich misstrauig.
00:25:44: Ja und da spielt es natürlich auch für eine Rolle.
00:25:46: was hat man von dem schon so mit gekriegt?
00:25:47: also welche Werte lebt der denn?
00:25:50: ja das kennt man ja nun mal dass gibt bei Leuten die Karriere gemacht haben halt auch schon welche den ihre eigene Interessen und ihr eigenes vorankommen im Vordergrund zu stehen scheint.
00:26:02: Also man kann es ja immer nur am Verhalten beobachten, also man kann das ja nicht wissen.
00:26:06: aber manchmal kommt es einem so vor dass es Leute gibt in der eigene Bereich eigentlich weniger wichtig ist als das eigene Vorankommen und das löst bei manchen Menschen halt eben dieses Misstrauen aus.
00:26:18: Ja, gebe ich dir auf jeden Fall absolut recht.
00:26:22: Und apropos Chef und auch dieser Geschichte eigenes vorankommen... Wie sieht's denn da in dem Zusammenhang mit dem Thema Leistungsbeurteilungen aus?
00:26:31: Also so dieses Thema Fremdbild, Selbstbild des Chefs von mir.
00:26:37: Das hat doch garantiert auch Auswirkung auf das Sinn empfinden oder?
00:26:40: Ja total!
00:26:41: Also das wollen wir überlegen also beim Erleben wenn nicht jetzt daran mich zurück erinnere, wie das so war.
00:26:47: Das Jahresgespräch sei es ein Zielvereinbarungs-Zielerreichungsgespräch oder auch früher noch das Mitarbeitergesprich also was man wahrscheinlich ja die meisten... Also ich habe das sehr gerne gehabt wenn ich da gelobt wurde wenn der Schwertschätzung zum Ausdruck gebracht wurde und so Wenn's mal Kritik gab dann hat mich das auch belastet.
00:27:11: Früher Hat mich das dann auch angetrieben, weil ich dann besser werden wollte in den Punkten.
00:27:18: Und mit der Zeit habe ich es dann auch öfter mal mir überlegt ob ich das jetzt annehme oder nicht.
00:27:25: Weil ich ja auch einen gewissen Blick darauf hatte was für mein Job jetzt wichtig ist.
00:27:30: Früher war so ein schönes Beispiel wie man sich zu kleiden hat im Büro.
00:27:35: Jeans und Pullover waren nicht ausreichend.
00:27:37: Es musste noch am besten Hosenanzug sein.
00:27:41: Ja, also das hat ja mit dem Job nichts zu tun.
00:27:45: Es sei denn ich muss zum Kunden, ich muss repräsentative Funktionen dann noch ausüben.
00:27:52: aber ich weiß da bin ich auch schon früher ein bisschen anders drauf gewesen als die meisten.
00:27:57: Ich habe aber dann fünf Hosenanzüge im Schrank hängen gehabt und hab auch jeden Tag einen angehabt.
00:28:05: Aber du hast es eben gesagt, es hatte ich früher auf jeden Fall auch angetrieben.
00:28:09: wenn du vielleicht mal Kritik oder Verbesserungsoptionen gespiegelt bekommen hast.
00:28:15: Und da sind wir ja dann schon voll im Gestalten mit drin, also dass man wirklich das Feedback auch nimmt um damit was zu verändern und sich damit weiterzuentwickeln und Dinge weiterzubringen.
00:28:28: Also ich würde es erst einmal als Gesprächsanlass verstehen.
00:28:33: Wenn ich jetzt Kritik bekomme von meinem Chef, wenn das wirklich mit meinem Job für das Team eine Auswirkung hat, dann darf ich erst mal darüber nachdenken ob das vielleicht berechtigt ist und ob ich da was tun kann.
00:28:47: Ja, was zu beitragen genau also das sage ich zu meinen Mitarbeitern auch immer ne?
00:28:52: Das Thema Feedback.
00:28:55: Da sollen und dürfen sie dann auch schauen was nehmen Sie davon denn wirklich irgendwie auch mit und wo möchten sie da wirklich aktiv da mitgestalten sei es bei Zielen aber auch bei solchen vielleicht eher ein bisschen weicheren Faktoren ja manchmal
00:29:08: Ja, total.
00:29:09: Und was natürlich hier an der Stelle eben wo ich es von gesprochen habe, vom einen Gespräch im Jahr ist natürlich klar, was ich auch gestalten kann, ist mir inzwischen Feedback einholen.
00:29:20: aber auch wenn ich jetzt eine Zielvereinbarung hab da stehen fünf Themen drin.
00:29:23: Auch selbst zu den fünf Themen im Laufe des Jahres Feedback geben, wo ich da stehe wird auf jeden Fall Einfluss haben auf die Leistungsbeurteilungen.
00:29:33: Ist ne Hol- und Pringschuld quasi ja.
00:29:36: Hast du noch einen Tipp bezüglich Haltung?
00:29:39: Wieso ein gerade jetzt auch Mitarbeiter oder auch die Chefs das Thema Leistungsbeurteilung, wie man da von der Haltung her reingehen kann so dass es angenehm auch bleibt.
00:29:49: Ich glaube das allerwichtigste ist erstmal bei mir selber zu gucken und zu sagen Das Feedback meines Vorgesetzten ist die Meinung von einer Person Und die kann ich jetzt erstmal so stehen lassen und mich dann dadurch ein bisschen distanzieren, damit es nicht ganz so persönlich nimmt vor allem wenn's Kritik ist.
00:30:10: Das ist seine Meinung.
00:30:11: der hat auch eine gewisse Kompetenz.
00:30:13: Je nachdem wie ich ihn auch schätze.
00:30:15: das ist natürlich immer da die Frage Damit hat sie ja auch viel zu tun Wie ich das Feedback einordne.
00:30:23: Es ist aber im Endeffekt eine Meinung von einer Person die man sich anschauen kann und kann sich fragen, ist das so?
00:30:30: Und wenn das so ist was bedeutet es dann?
00:30:34: Das ist glaube ich der wichtigste Tipp an dieser Stelle.
00:30:38: Ich höre aber auch ein bisschen raus aus so'n bisschen Distanz.
00:30:44: Ja auf jeden Fall!
00:30:45: Aber sie sind auch nicht zu groß oder nicht zu schwer irgendwie machen.
00:30:49: Genau genau davon hängt ja eigentlich Das Lebenswohl nicht ab.
00:30:53: Es kann sein, dass da eine Karriereentwicklung von abhängt okay ... Aber auch da ist diese eine vorgesetzt jetzt nicht hopp oder
00:31:00: top.".
00:31:02: Und auch nicht von dem einen Gespräch?
00:31:04: Also das finde ich irgendwie auch ganz wichtig, ne?
00:31:07: Es kann ein Gespräch gegeben haben, wo es vielleicht mal bisschen mehr Kritik gab.
00:31:11: D.h.,
00:31:11: aber nicht, dass es damit auch erledigt ist.
00:31:13: Sondern dann darf man trotzdem immer wieder beim Thema gestalten nach vorne schauen und sagen hey, ich hab's ja noch in der Hand
00:31:22: Ja.
00:31:24: Cool,
00:31:24: genau so ist es!
00:31:25: Jetzt erinnere ich mich daran in der letzten Folge hatten wir auch das Thema Privatleben weil das hat man auch letztes mal gesagt dass wir beide das Gefühl haben dass so dieses Sinn finden sind Stiften immer stärker ins privat leben sich auch verlagert auch bedingt durch Social Media etc.
00:31:41: pp.
00:31:42: und das ganz ganz viele den Sinn wirklich nur noch darin suchen was mache für ein sport.
00:31:46: wohin bin ich gereist?
00:31:48: ja umso weiter exotischer und so weiter, die Leute irgendwie unterwegs waren oder manche vielleicht auch im Ehrenamt.
00:31:57: Würdest du sagen ist das noch normal?
00:31:59: Oder ist das schon problematisch diese Entwicklung dahin?
00:32:02: Ich würde es immer als Trend und Tendenz sehen.
00:32:06: wenn jemand im Job nicht so erfüllt ist dann haben Menschen da die Neigung.
00:32:11: jetzt ist es oft so dass sehr leistungsorientierte Menschen sich im Job nicht mehr so stimmig anfühlt, trotzdem da noch Vollgas geben und dann viel zu wenig Energie haben um das privat zu leben.
00:32:24: Meine Meinung dazu ist also acht Stunden jeden Tag.
00:32:28: wenn ich vollzeit arbeite bin ich acht Stunden in einem Vertrag und wenn ich dann noch die Pause dazu nehme bin ich irgendwie neun Stunden in dem Sozialkosmos Arbeit unterwegs für jemanden, also wenn ich das ausglammern kann, dass sich da keinen Sinn oder wenig Sinn leben kann und es nur privat erlebe.
00:32:47: Wenn das für jemandem ausreichend ist dann ist das natürlich kein Problem.
00:32:55: Meine Wahrnehmung Für die meisten ist es doch ein Problem.
00:32:59: Wenn man sich privat darüber erhält, wie's für die Leute auf der Arbeit ist oder auch teilweise ... Man stellt nicht mal die Frage.
00:33:04: Man fragt die Leute, wie sie hingeht und dann kommt erst mal eine ganze Weile am gemeinsamen Dinner irgendwie.
00:33:12: Kommt dann erst einmal in die Geschichten von der Arbeit?
00:33:17: Habe schon das Gefühl, dass es irgendwie nicht so ganz stimmig ist!
00:33:22: Und wenn ich jetzt eben genau dieses Gefühl habe eigentlich nur noch außerhalb der Arbeit oder erlebe nur noch ausserhalb der arbeit eben diesen sinn den ich mir irgendwie auch wünschen würde wie kann die arbeit da nun wieder stimmiger werden?
00:33:38: also wenn es da mal früher was gab oder wenn der job früher spaß gemacht hat und wenn der Job vom Grundsatz her zu einem passt dann sind diese ganzen edelsteinchen ja irgendwo noch dar.
00:33:52: Da gibt es eine einfache Übung, die ich empfehle.
00:33:56: Du nimmst ein Blatt Papier, schreibst links minus rechts plus hin und schreib das alles auf der linken Seite.
00:34:06: Was dir keinen Spaß macht und auf der rechten Seite bei dem Plus was dir Spaß macht.
00:34:11: Und zwar alles, was da ist auch wenn es dir keinen Spass mehr macht.
00:34:14: ja also wenn du sagst okay ich hier als HR Referentin habe eigentlich sehr gerne immer Beratungsgespräche mit den Mitarbeitern geführt Klammer auf macht mir heute kein Spaß mehr weil ich nicht genug Zeit dafür hab klammer zu pack das mal weg und dann kann man wirklich gucken wie kann ich von denen Sachen die auf der plusseite steht ah wieder mehr Leben, das bewusste Wahrnehmen und gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, dass mir wieder mehr so zu machen, dass es mir was macht.
00:34:44: Da kann's auch sein, dass man sagt hier zu seinem Vorgesetzten pass mal auf ich nehme am... Ich sag jetzt mal ganz blödes Beispiel.
00:34:51: ich kann am Team-Meeting nicht mehr teilnehmen weil die zwei Stunden fehlen mir um Beratungsgespräche für Mitarbeiter vorzubereiten und das ist mir wichtig!
00:34:59: Ich komme nur noch die erste halbe Stunde ins Team Meeting.
00:35:03: Wäre mein Vorschlag, dann schauen wir mal wieder mit in der Vorgesetze damit umgeht.
00:35:07: Ja
00:35:08: ja
00:35:08: und dann wird er vorgesetzt werden.
00:35:10: oh hier habe ich wirklich Handlungsbedarf.
00:35:12: weil.
00:35:12: Weil
00:35:15: ja Gutes Beispiel.
00:35:15: bei mir wurde jetzt natürlich gleich die die Chefin wieder wieder getriggert.
00:35:19: Ich würde das aber
00:35:20: nicht sehen.
00:35:21: Wir wären
00:35:22: mir genauso gegangen.
00:35:23: ich hätte sofort gesagt nein also team meeting müssen alle dabei sein.
00:35:27: Aber ich hatte gedacht Moment war er bringt ja so ein arbeitsbezogenes argument.
00:35:32: Wie kann ich das denn schaffen, dass er die Freude an seinen Lieblings oder an seinen Tätigkeiten wieder mehr leben kann?
00:35:42: Ja.
00:35:44: Definitiv!
00:35:45: Aber erst mal ist so die Reaktion, dass man denkt, es geht nicht.
00:35:49: Die zwei Stunden Team-Meeting müssen alle dran teilnehmen, aber natürlich gibt's auch da Auswege.
00:35:53: Ich verkürze das Team-Mieting und lege es anders wie immer.
00:35:56: Ich kümmere mich mit demjenigen drum, was können wir tun...
00:36:00: Genau und es ist ja, also jetzt bei meinen Coaches über die letzten Jahre.
00:36:04: Da gibt's ja so ein paar Klassiker von Sachen, die die zufriedener gemacht haben.
00:36:09: Jetzt zum Beispiel alle, die es irgendwann geschafft haben sich für Teilzeit zu entscheiden atmen danach auf.
00:36:19: Und wenn das nur der eine Tag in der Woche ist ich kenne Leute die arbeiten neunzig Prozent haben dann jeden jede zweite wochentag frei manche verblocken auch.
00:36:28: Dann gibt es Leute, die sich entschieden haben.
00:36:30: Das sind allerdings sehr, sehr schwierige und langwierige Entscheidungsprozesse hat aber auch stattgefunden bei meinen Coaches und zwar sie sind aus der Führungsrolle ausgestiegen.
00:36:41: Es kann sein dass sie nach einer Zeit wieder sagen mir fehlt was es kommt ganz drauf an in was für eine Rolle die dann gegangen sind.
00:36:47: also ich habe zum Beispiel eine die ist in eine Projektleitung gegangen hoch anspruchsvolle totale Herausforderung Und die is happy.
00:36:55: Dann gibt es Leute hier, ich habe eine von mir sitzen die einen Hobby gefunden oder intensiver gepflegt haben.
00:37:03: Weil dann plötzlich der Lebensbereich Arbeit nicht mehr so krass im Vordergrund in der Aufmerksamkeit steht und natürlich ein großes Thema.
00:37:13: da ist immer wieder ein Thema im Coaching wirklich Nein sagen lernen und das auch durchziehen Und auch wie ich nein sage, dass der andere weiß die meint das jetzt auch ernst.
00:37:28: Cool cool cool.
00:37:29: da haben wir ja echt jetzt heute nochmal das Thema schön durchgebohrt und wirklich so ein paar Fällebeispiele aus der Praxis wo glaube ich sich ganz viele auch jetzt heute wieder gefunden haben.
00:37:43: dann würde ich sagen ist Zeit für einen Abschluss oder?
00:37:45: Ist es halt für einen Abschlusseinsatz würde ich gerne noch sagen, also wir haben's ja wieder Sinn genannt.
00:37:50: Aber wer mit dem Wort vielleicht nicht so viel anfangen kann?
00:37:53: Es geht wirklich um das Thema Lebenszufriedenheit.
00:37:56: Also hier wir sprechen natürlich vor allem über Arbeitszufriedigkeit aber all das kannst du natürlich auf dein gesamtes Leben anwenden und in Du den Lebensbereich Arbeit nur noch belastend und anstrengend empfindest.
00:38:08: dass du da wirklich was machen kannst, dass das wieder anders wird Das habe über die letzten Jahre meine Kunden wirklich ausnahmslos für sich entdecken können.
00:38:18: Cool,
00:38:19: ja da hast du mir jetzt einen schönen Weg geebnet zu meinem Abschluss.
00:38:24: und was ich eben ganz besonders schön fand war... Du hast den Diamanten!
00:38:30: war es, glaube ich, zitiert.
00:38:33: Und dass der Sinn tatsächlich im Job nicht plötzlich verloren geht, sondern dass das so eine schleichende Geschichte ist und dass es aber diese kleinen Nuggets, diese kleinen, brillanten Diamanten die man eigentlich mal hatte, dass es die auch immer noch gibt und dass sie nur eben durch Wiederholung ... Wir hatten's vorhin durch Reorganisation Einsparprogramme irgendwie ein bisschen zugedeckt wurden.
00:38:55: Das es die aber auf jeden Fall eben noch gibt!
00:38:59: Und dass sich Sinn auch wieder ganz konkret zeigen kann, nämlich anhand dieser drei Kategorien die mich das Thema erleben gestalten und in der Haltung.
00:39:10: Dass da schon eine Sache reicht wenn ich mir die vornehme, dass das schon der richtige Weg sein kann auch wieder Sinn sozusagen zu erfahren.
00:39:20: Und dass das Thema, wenn man Sinn nur noch im Privatleben stattfindet auf jeden Fall ein Hinweis sein kann, Und dass man da auf jeden Fall auch den Blick nochmal auf den Job legen sollte und schauen sollte.
00:39:35: Ist es das noch?
00:39:36: Was kann ich tun, auch da wieder ins Gestalten kommen?
00:39:39: Wie kann ich mich da vielleicht auch rausmanifrieren?
00:39:41: Sehr sehr cool!
00:39:43: Sehr schön Toni.
00:39:44: vielen vielen Dank hast du so schön zusammengefasst hat mir einen Riesenspaß gemacht.
00:39:48: heute ja dann war's das von uns für heute zu dem Thema.
00:39:54: Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, Anregung bitte schreibt uns gerne!
00:39:59: Wir freuen uns über jede Rückmeldung und ansonsten bis zur nächsten Folge Deine Simone.
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