#54 Falscher Beruf oder falscher Job? Was ist dran an der „Berufung“?

Shownotes

Diese Frage stellen sich viele Menschen irgendwann in ihrem Arbeitsleben. Vor allem dann, wenn die Arbeit anstrengend geworden ist, die Freude fehlt oder der Gedanke auftaucht: "So kann es nicht weitergehen."

Aber was, wenn gar nicht der Beruf das Problem ist? Was, wenn eigentlich der Job, die Arbeitsbedingungen, die Branche oder die aktuelle Lebensphase nicht mehr passen?

In dieser Folge sprechen wir über Berufswahl, Berufung und die Vorstellung vom einen perfekten Beruf, der plötzlich alle Zweifel verschwinden lässt.

Außerdem geht es um: • Kinderträume und Berufswünsche, • unsere eigenen Berufswege, • den Mythos Berufung, • den Unterschied zwischen Beruf und Job, • die Preise verschiedener Beschäftigungsformen, • und die Frage, woran man erkennt, ob wirklich der Beruf nicht mehr passt.

Und natürlich gibt es auch wieder eine Schlüsselfrage zum Mitnehmen: Kannst du mit Sicherheit sagen, dass das, was dich stört, woanders genauso wäre?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Kannst du mit Sicherheit sagen, dass das was dich stört woanders genauso wäre?

00:00:06: Dann ist es der Beruf.

00:00:08: Wenn Du das mit Ja beantwortest Moment noch Überleben in der Arbeitswelt.

00:00:16: Der Podcast über Arbeitszufriedenheit wirksame Zusammenarbeit und Zwischenmenschliches.

00:00:23: Wir begrüßen euch ganz herzlich zur neuen Folge.

00:00:26: Und heute will ich kurz etwas vorab schicken und zwar haben wir ganz viele Hörer aus dem Ausland die uns jeden Monat zuhören.

00:00:35: In der letzten Zeit war es vor allem Japan und die Vereinigten Staaten, aber auch Frankreich, Australien – alle europäischen Länder sind dabei!

00:00:45: Interessanterweise war einmal Japan der Spitzenreise außerhalb von Deutschlands.

00:00:49: Also ich grüße euch, woher immer ihr seid, freut mich total dass ihr uns auch aus dem Ausland zuhört.

00:00:57: und jetzt begrüße ich natürlich wie immer erstmal meine bessere Hälfte.

00:01:01: beim Moment noch die Toni.

00:01:03: Hi Toni

00:01:04: Hallo Simone!

00:01:06: Ja richtig cool das wir sozusagen ein internationaler Podcast sind.

00:01:10: Ich hätte

00:01:11: nicht gedacht, dass wir da in so vielen Ländern tatsächlich regelmäßig gehört wären.

00:01:16: Das freut mich sehr!

00:01:17: Ich habe mir mal sagen lassen, dass gerade Menschen die längere Zeit im Ausland sind, sehr gerne deutschsprachige Podcasts hören.

00:01:24: Wohl

00:01:25: auch von mir ein Klasse das ihr da seid, egal in welchem Land.

00:01:30: Ja Toni Wir haben heute ein Thema, das hätten wir ja beim Moment noch schon längst bringen müssen nämlich Berufswahl, also nicht der Job sondern der Beruf.

00:01:45: Wie ist es eigentlich dazu gekommen dass wir den gewählt haben?

00:01:47: wie fühlen wir uns heute damit?

00:01:49: Es wird allerhöchste Zeit das wir uns dem Thema endlich mal zuwenden und mir ist es extrem aufgefallen als ich bei Lufthansa gekündigt habe.

00:01:58: da haben wir ganz viele Menschen plötzlich erzählt was sie sich ursprünglich mal überlegt haben, was sie machen wollen.

00:02:05: Da waren natürlich viele, die auch so an Coaching gedacht haben oder vielleicht sogar Psychotherapie.

00:02:11: aber ich habe auch gehört von Lehrern und von Tierärztinnen.

00:02:15: Jemand wollte schon Journalist werden.

00:02:18: oder was auch viele sagen ist, was mit Menschen machen.

00:02:21: und auch ganz viele haben gesagt eigentlich wollten Sie nie in einem Konzernen landen.

00:02:26: Toni, was wolltest du eigentlich mal werden?

00:02:30: Ja, was wollte ich mal werden?

00:02:32: Ein ganz bunter Mix.

00:02:33: Ich wollte mal ganz, ganz früh Feuerwehrmann-Feuerwehrfrau werden.

00:02:38: das fand ich total spannend.

00:02:40: Das passt

00:02:41: voll zu dir!

00:02:43: Würde ich auch heute wenn es gehen würde tatsächlich machen.

00:02:47: damals war das alles ein bisschen schwieriger sozusagen.

00:02:50: da habe ich das relativ schnell über Bord geworfen.

00:02:53: und tatsächlich Schauspielerin Weil ich das in der Schule schon sehr ausgiebig immer gemacht habe.

00:02:59: Ich stand da immer auf den Bühnen und war immer in der Schauspiel AG usw.

00:03:04: So langsam schließt sich auch der Kreis, warum du hier mit mir zusammensitzen kannst.

00:03:09: Die

00:03:10: Bühnesuche!

00:03:11: Ja, sehr schön.

00:03:14: Nee, das stimmt.

00:03:16: Das Thema Feuerwehr zum Beispiel war damals einfach für Frauen auch noch nicht so einfach, ne?

00:03:20: Das hat sich auch glücklicherweise ja alles geändert.

00:03:23: Da wäre ich heute wahrscheinlich auch vielleicht den Weg oder hätte ihn leichter eingeschlagen.

00:03:30: Aber ist auf jeden Fall immer eine gute Frage oder sich daran mal wieder zu erinnern Was wollte man eigentlich als Kind mal machen?

00:03:39: Ja

00:03:39: Wobei ich mir tatsächlich auch nach der Schule mit der Frage echt schwergetan habe ich.

00:03:44: Wie ist das aber bei dir Simone, was wolltest du eigentlich mal werden?

00:03:48: Wolltest Du in den Konzern?

00:03:50: Nee also das ist eine sehr gute Frage.

00:03:53: Man hört das ja immer wieder, dass die Leute so werden wollen und man trifft auch viele Menschen, die wirklich genau das, was sie gerne machen wollten, machen.

00:04:01: Und da hab' ich mir die Frage gestellt und ich habe immer gesagt, ich wollte nichts werden!

00:04:06: Ich hatte keinen großen Wunsch.

00:04:09: Aber tatsächlich, wenn ich eins werden wollte dann war es Chef oder... also Chefin.

00:04:16: Echt?

00:04:17: Wie geil!

00:04:18: Also wenn man mich damals gefragt hätte was ich werden will hätt' ich mit Sicherheit geantwortet und mit sieben acht hätte ich geantworted Chefin Witzig

00:04:27: Das ist außergewöhnlich.

00:04:28: tatsächlich das habe ich auch noch nie gehört.

00:04:30: Also Tierarzt oder Lehrer und so kenne ich auch dass jemand antworte ich möchte Chefin oder Chef sein.

00:04:36: Das ist schon außergewönlich wie du bist geworden.

00:04:40: Ja, ich weiß nicht.

00:04:41: Ich kann es nicht so richtig nachvollziehen, aber ja, zumal das auf jeden Fall.

00:04:46: Aber ich kenne wenige Menschen die den Berufswohnstehen sie als Kind haben dann später auch wahrgemacht haben.

00:04:54: Teile ich das Bild?

00:04:56: Also kenne ich auch ganz, ganz wenige... Wo dann auch so dieser Schulweg oder so dazu vielleicht auch gepasst hat.

00:05:03: Oder Interessen wahrscheinlich, auch unterschiedlich.

00:05:06: Also Kindertraum ist ja ... Was weiß ich?

00:05:09: Ich weiß auch noch bei mir.

00:05:10: Man guckt irgendwelche Serien und das irgendwie die Welt, die sich so ... Da liest irgendwelchen Bücher, die man sich da zusammen träumt seine Welt irgendwie.

00:05:21: Und dann kommt man irgendwann glücklicherweise in der Realität an und merkt dann, nee, das ist irgendwie doch nicht.

00:05:30: Ja, das sind dann sehr unterschiedliche Überlegungen.

00:05:33: Erstmal man sieht dann so was, was wirklich heißt diesen Job auch zu haben.

00:05:37: Also ich meine zum Beispiel Polizist sein kann bedeuten dass man teilweise wenn man Veranstaltungen dann absichert, dass du da einen ganzen Tag nichts zu tun hast oder wenig zu tun hat und oder auch sehr viel Administration Und so viele Traumberufe Wie es dann aussieht, zeigen sie sich doch ganz anders.

00:06:00: Und natürlich spielen die Verdienstoptionen, die man so hat sicher eine große Rolle.

00:06:06: Wo dann doch jemand später noch entscheidet wenn die Noten passen?

00:06:09: Gut!

00:06:09: Dann studiere ich halt doch BWL.

00:06:11: Ja oder umgekehrt?

00:06:12: ne, wenn die noten nicht reichen zu dem was man machen möchte wo man dann sich echt umentscheiden muss obwohl man seinen Traum hoch vielleicht auch gerne noch machen würde ... aber es dann einfach nicht funktioniert.

00:06:25: Beziehungsweise auch so.

00:06:26: Thema Voraussetzungen, also ich erinnere mich gerade dran... Also Polizei war bei mir auch mal ein Thema,... ...ich habe aber relativ stark Skoliose, also mein Kreuz ist eher Shep als gerade und das ist ein Logo!

00:06:38: Und da kann ich noch für den Job geeignet sein oder die Noten mitbringen etc.

00:06:42: pp.,

00:06:42: und dann ist das halt einfach raus.

00:06:45: Das ist dann auch Realität.

00:06:50: Dann sind wir ja beide irgendwie so, die BWL-Schiene gegangen.

00:06:54: Eins kann man glaube ich festhalten als Kind träumt niemand von Budgetplanung, von Projektmanagement oder Compliance, Quartalsberichte oder Eskalationsmeetings.

00:07:07: Ja das stimmt.

00:07:09: Wobei es auch damit zusammenhängt dass Bild dieses Berufes, dieses Chops.

00:07:15: Das kriegst du als Kind, als Jugendlicher ja auch gar nicht mit.

00:07:18: also diese Sachen wie Feuerwehr Schauspieler Lehrer das sind die Sachen, die erlebst du auch als kind so richtig mit und das ist das erste was du dann irgendwie auch greifen kannst.

00:07:28: und andere bleibt sehr vage.

00:07:30: aber ich geb dir total recht Ich hatte nicht das Ziel irgendwelche Regelmeetings zu führen oder Mitarbeitergespräche etc.

00:07:38: Fällt mir übrigens noch was ein, was ich schon toll fand.

00:07:41: Mein Papa war ja Beamter und wenn ich den im Büro besucht habe der saß natürlich immer in einem sehr ordentlich aufgeräumten Büro und hat Papierstapel bearbeitet Und das habe ich mir angeguckt und dann wollte ich natürlich auch mal so... Also der hat dann diese Papierstapel genommen, wie man sich das so vorstellen, aufgestoßen damit die dann ordentlich da lagen.

00:08:01: Das konnte ich den ganzen Tag machen, das hab' ich geliebt!

00:08:06: Ich würde dir nicht sagen dass ich Beamtin werden wollte aber das war irgendwie auch schon... Das war Arbeiten für mich.

00:08:12: Ja weil du es

00:08:13: erlebt hast

00:08:15: und gesehen hast wieder ein Vater da Ja, sein

00:08:18: Job.

00:08:19: Der hat so auf dem Büro gearbeitet und wie war das dann bei dir?

00:08:23: Also du hast ja quasi auch schon mal vom THW erzählt und so... Das ist ja ein bisschen deine Welt

00:08:28: auch!

00:08:29: Wie bist Du denn in deinem heutigen Beruf gelandet?

00:08:32: Wie kam es dazu dass du BWL studiert hast?

00:08:35: Also tatsächlich über Umwege und ich glaube das hatte ich hier auch schonmal gesagt also zu Ende der Schule ... tat ich mir relativ schwer.

00:08:46: Weil das eine ist ja, was kann ich mir irgendwie vorstellen?

00:08:48: Aber du hattest es eben auch schon gesagt, dann geht's drum mit... ...was kann ich irgendwie auch Geld verdienen und so weiter,... ...dann bin ich erst mal eingestiegen in ein Studium der Wirtschaftsinformatik... ...und bin hier nach einem halben Jahr kleglich gescheitert,... ...in dieser Situation natürlich echt schwierig wie du dir vorstellen kannst.

00:09:05: Und ich habe in der Zeit aber schon als Aushilfe im Sport Einzelhandel gearbeitet.

00:09:10: Und so kam ich dann zu meiner Ausbildung und habe da wiederum sehr schnell gemerkt, dass dieses Thema Struktur, Leitung, Planung mehr liegt als jetzt auch der klassische Verkauf.

00:09:23: Ich bin aus einer Festanstellungen in ein Vollzeitstudium gewechselt und hatte aber endlich das klare Verständnis und Ziel, warum ich das eigentlich mache und warum ich es machen will – genau!

00:09:38: Insofern für mich genau richtig, auch wenn es so ein bisschen geschlengelt war.

00:09:43: Und was hat deine Entscheidung beeinflusst?

00:09:47: Also wie hast du dir das ausgesucht?

00:09:49: War das die Berufsberatung beim Arbeitsamt, die dich drauf gebracht hat?

00:09:53: Also tatsächlich gar nicht.

00:09:55: Wobei wir uns glaube ich alle damals noch daran erinnern dass wir da von der Schule aus einmal hingeschleift wurden und jeder musste mal an so einem Computer damals weiß ich noch einen Test machen und die Schwächen liegen kennst du wahrscheinlich auch noch.

00:10:10: Aber das hat mir eigentlich nicht geholfen, weil da so die Standortrosse

00:10:12: ... Da war mir raus EDV kaufen.

00:10:13: Ja

00:10:13: ja genau!

00:10:14: Also da waren so ganz komische Jobs wo ich damals ... Das war

00:10:17: nicht komisch, das hat sehr gut gepasst.

00:10:19: Das hätte ich schon machen können.

00:10:19: Okay

00:10:20: also bei mir war das alles wo ich gedacht habe, nee, das war jetzt irgendwie alles nicht mitbei.

00:10:26: Ich wäre wahrscheinlich auf Einzelhandel nie gekommen wenn ich nicht Aushilfe gewesen wäre der wär das für mich überhaupt keine Berufswahl gewesen.

00:10:33: aber dadurch dass ich über die Aushhilfe schon mal erlebt hab gemerkt hab ... was macht, dass mir das liegt?

00:10:40: War dann für mich irgendwie auch klar.

00:10:42: Ja da mache ich jetzt in der Ausbildung und deswegen... ... war das für eine gewisse Zeit okay.

00:10:47: Dann habe ich aber einfach gemerkt, wo möchte ich vielleicht auch hin?

00:10:50: Und da habe ich dann auch gemerkt,... ...dass im Einzelhandel irgendwo... ...dann auch ne natürliche Grenze ist, was jetzt so ein bisschen auf das Thema Karriere oder auch Abwechslung betrifft.

00:11:01: Genau wie war das bei dir?

00:11:02: Du hast eben schon gesagt, Thema Berufsberatungen.

00:11:05: Was war noch so für dich...?

00:11:07: irgendwie auch ausschlaggebend?

00:11:09: Die Berufsberatung war es gar nicht, bei mir war das ganz klar.

00:11:14: Mein heutiger Mann, den ich ja schon seit... jetzt muss ich sogar rechnen.

00:11:21: Es waren thirty-fünf Jahre, sind wir schon zusammen und der war ja auch BWLer hat Wirtschaftsabitur gemacht und hat mich dann auch dazu animiert das zu machen.

00:11:36: fast ein Automatismus.

00:11:37: Also auf der Schule, wo ich Abitur gemacht habe sind viele zur Bank gegangen danach und ich wollte halt BWL studieren.

00:11:44: Und das hat auch echt gut gepasst.

00:11:46: und weil BW L ist ja jetzt... Das ist ja kein Beruf!

00:11:49: Es ist einfach nur ein riesengroßes Wissensfeld, wo du ganz viel mit machen kannst.

00:11:53: Finde ich, dass kannste nicht vergleichen wie mit dem spezialisierten Beruf, wenn ich jetzt Informatik studiere.

00:12:00: BWl ist so riesig das Feld.

00:12:03: Ja dann hab' ich das gemacht Hat auch echt gepasst.

00:12:07: Mein Vater hat es natürlich gut gefallen, dass ich auf dem Büro gelandet bin.

00:12:12: Auf einem Büro, hieß das ja damals noch?

00:12:14: Ja und dann bei Siemens auch.

00:12:16: Da war

00:12:17: er damals schon...

00:12:18: Der hatte schon damals gesagt, das ist ja so sicher wie eine Beamtenlaufbahn.

00:12:22: Er hat sich schon

00:12:23: mal gesagt ganz am Anfang genau.

00:12:25: War er zufrieden!

00:12:26: Also es war bei mir nicht so, dass Ich da einfach reingerutscht bin.

00:12:30: Das hat schon gepasst

00:12:31: ... bei vielen immer noch die Vorstellung so dieses, es gibt irgendwie den richtigen Beruf oder so.

00:12:42: Diese eine Berufung und ja also ich glaube das jetzt auch viele tatsächlich glaub' ich schon unter Druck.

00:12:50: Auch diese sich muss eigentlich sofort wissen was ich irgendwie machen will... Oder ich bin dann der Versager wenn ich's vielleicht nicht weiß weil drei meiner Freunde wissen's irgendwie sofort.

00:13:00: Also das weiß ich auch bei mir.

00:13:01: Ich hatte damals in der Klasse auch zwei, das waren so Fälle die echt schon wussten mit zehn keine Ahnung, sie wollen Tierarzt oder so werden.

00:13:08: Und dann ist das schon so wo man merkt sie auch Puhh!

00:13:11: Das stimmt nicht mit mir?

00:13:12: Genau für mich ist es noch nicht so klar.

00:13:15: Was stimmt nicht mehr wie du sagst.

00:13:17: also das kenne ich tatsächlich

00:13:20: auf.

00:13:20: Ja ja das ist eine Sehnsucht.

00:13:23: Ich glaube auch nicht daran dass den Menschen, also für den einzelnen Menschen, denen einen Job gibt der zu ihm passt und dass das dann der ausschließlich Fall ist.

00:13:35: Also ich habe eine Klientin die war Filmemacherin hat das auch jahrelang gerne gemacht und hat mit Mitte vierzig Lehramt studiert und arbeitet jetzt als Grundschullehrerin.

00:13:49: Ja,

00:13:49: das ist

00:13:51: mit beiden total happy Januar.

00:13:53: Einzel Beispiele beweisen natürlich nie irgendwas aber ich glaube dass wir gut daran tun die ganzen Interessen die uns in uns stecken zu erkennen und zu nutzen.

00:14:05: Und wenn es dann um die berufung geht da steckt oft ein sehnsucht dahinter sehr schwierig ist und zwar, dass es dann wenn ich die Berufung gefunden habe auf einmal alles ganz leicht wird.

00:14:15: Dann macht Arbeit immer Spaß, da gibt's keine Zweifel mehr.

00:14:20: Das alles kann Arbeit sein auch mal phasenweise aber in der Regel eben nicht.

00:14:28: Arbeit ist auch mal anstrengend, aber macht nicht immer Spaß.

00:14:31: und vor allem weil ich auch... Ich habe viel mit anderen Menschen zu tun.

00:14:35: Das heißt ich muss mich anpassen an Erwartungen, ich muss Kämpfchen aus Fechten wie jetzt was gemacht wird und so.

00:14:43: das ist anstrendend.

00:14:44: es gehört dazu.

00:14:46: Und wenn jemand zu dem Oberbegriff Berufung das miteinkalkulieren sagt ja das gehört dazu.

00:14:54: trotzdem bin ich gerne Friseur Auch wenn mir das Kreuz manchmal weh tut.

00:15:00: Dann ist das ja vollkommen in Ordnung, aber es wird oft aufgeladen und deshalb wird damit auch viel Geld verdient, dass Leute dann die über vierzig sind und vielleicht so die erste Krise haben, dann so ein Berufungskurs aufgeschwatzt wird.

00:15:17: Ja also finde ich schwierig.

00:15:21: Wer da seine Freude findet und neues zu Hause oder man kann ja oder überführt sich den Beruf noch mal wechseln, spricht überhaupt nichts dagegen.

00:15:30: Aber es wird nicht alle Probleme lösen.

00:15:32: Sobald ich in dem sozialen System bin, dann gibt's eine Menge Momente die halt einfach keine Freude sind.

00:15:38: Ja und ich erinnere mich dran... Du hast das auch schon mal gesagt, weil viele dann ja immer davon träumen.

00:15:43: Die Selbstständigkeit, ne?

00:15:45: Das ist es da!

00:15:45: Weil da muss ich mich nicht mehr anpassen etc...

00:15:49: Nee, finde ich mein eigener Chef.

00:15:50: Genau.

00:15:51: Auch das ist nicht immer toll und immer immer schön.

00:15:54: Da muss ich immer dran denken.

00:15:55: und also total wichtig dass du das auch sagst, weil ich habe da auch den Eindruck, dass total viel immer so idealisiert wird.

00:16:03: Ja

00:16:03: weil dann oft natürlich auch die Leute eher nur über das positive irgendwie auch sprechen.

00:16:07: oder wenn du irgendwelche Reportagen guckst, ja da wird dann oft die schöne Seite des Chops auch dargestellt.

00:16:15: Aber nein es ist nicht alles immer schön und dazu kann man auch stehen und das ist irgendwie auch okay.

00:16:22: Und ja auch das mit dem sozialen System Wir sind Resonanzkörper und beeinflussen uns da alle dann gegenseitig.

00:16:33: Und beim Arbeiten natürlich erst recht, das ist anstrengend.

00:16:37: Das können wir auch beide immer wieder unterscheiden.

00:16:39: Absolut!

00:16:40: Und gleichzeitig wenn man sie vielleicht schon sehr lange in einem ganz bestimmten Job ist kann es auch gut sein dass man da mal weg muss was anderes machen muss weil das Gehirn dann einfach gelangweilt ist irgendwann.

00:16:51: Also unser Gehirn mag halt eben schon auch ein bisschen Abwechslung, ein bisschen Herausforderungen.

00:16:57: Und das soll jetzt hier auf gar keinen Fall so einen Aufruf sein Richtung.

00:17:01: Hier reißt euch mal zusammen und guckt mal wie toll euer Job ist?

00:17:06: Das ist auf gar keinem Fall.

00:17:07: aber es soll jetzt wenn's mir nachgeht ein bisschen mehr in die Richtung gehen.

00:17:12: Es gibt nicht diesen Traumjob wo alles super ist.

00:17:15: Ja ja man hat sich auch ein Stück weit selbst in der Hand.

00:17:18: jeder kann ja auch seinen Beruf bisschen auch mitgestalten zumindest und da auch für sich dann die Freude auch wieder erkennen.

00:17:26: Also jetzt kann man ja zumindest auch mal probieren, bevor man jetzt dann irgendwie sagt so na ich muss was ganz anderes machen.

00:17:34: Jetzt ist ja so dass du in deiner neuen... Ich nenn's nicht Berufung sondern Beschäftigung bist du ja mit voller Leidenschaft dabei nämlich bei dem Thema Coaching und auch Psychotherapie.

00:17:47: Zumindest spüre ich das.

00:17:49: Würdest du da sagen, du bist damit dann doch jetzt auch schon deiner Berufung gefolgt.

00:17:54: oder würdest du das anders beschreiben?

00:17:57: Ja also der Begriff gilt natürlich für mich auch nicht.

00:18:02: Ich habe gesagt ich mag den überhaupt nicht und es war ist auch so... Also wenn ich denen jetzt Berufungen nennen würde, dann wird's hier heißen dass der den ich vorher gemacht hab irgendwie verkehrt gewesen wäre.

00:18:12: Und das wars nicht!

00:18:14: Also ich habe eigentlich meine Jobs gerne gemacht und es hat auch überwiegend gepasst.

00:18:19: Natürlich geht man nicht, wenn alles total supertutti ist.

00:18:22: Das ist gar keine Frage.

00:18:25: Aber wenn ich ehrlich bin, worüber ich privat gelesen habe seit Jahrzehnten, dann ist es nicht Kontrolling gewesen sondern da ist es Psychologie gewesen, Philosophie und das hab' ich schon immer sehr gerne gemacht.

00:18:38: und seien's egal ob es Romane aus dem Bereich sind oder Fachbücher Da ist sicher schon ein Unterschied in meinen persönlichen Interessen da.

00:18:49: Und ja, jetzt wo ich es machen darf stelle ich fest die Zeit mit meinen Klienten ist... Ja das fällt mir total leicht.

00:19:00: was weniger Freude macht das sind so die administrativen Sahntrummer rum.

00:19:04: Weil da ist ja eine Menge zu tun da habe ich auch schon drüber gesprochen.

00:19:07: Egal man muss ja dafür sorgen dass sie Leute wissen dass es einen gibt.

00:19:11: also man muss ein bisschen Marketing machen, man muss sich bekannt machen.

00:19:15: Man muss sichtbar werden und so.

00:19:17: Dann muss man Steuererklärungen machen.

00:19:20: Also es sind auch Sachen dabei die mir schwerer fallen.

00:19:23: aber wenn man weiß wofür geht's dann doch gut von

00:19:26: der Hand?

00:19:27: Ja und wie du sagst zum Beruf des Coaches oder dann auch der Psychotherapeutin gehört das andere halt auch.

00:19:33: Ja,

00:19:34: das

00:19:34: ist so.

00:19:35: Und natürlich könntest du jetzt sagen dann lass ich mich irgendwo als Coach etc.

00:19:39: anstellen?

00:19:40: Dann hättest du vielleicht das Thema Buchhaltung nicht aber dafür wieder andere Themen!

00:19:43: Also es ist immer was anderes dabei.

00:19:45: Jedes Beruf

00:19:47: und jedes Beschäftigungsformat hat seinen Preis auch der vermeintliche Traumjob am Ende und gerade die Selbstständigkeit.

00:19:54: Das habe ich ja auch schon erzählt.

00:19:57: Die Tätigkeit an sich kann man alles... sich so ein bisschen gestalten, aber was du nicht abschalten kannst ist natürlich dass das finanziell eine ganz anderes Gefühl ist als vorher.

00:20:09: Also das ist sowas wo auch viele Menschen das ausprobieren und für sie feststellen, das ist nichts für mich, das hatt ich nicht aus immer wieder zu gucken, wo kommt Geld her?

00:20:21: Wie kann ich Menschen auf mich aufmerksam machen?

00:20:24: Das ist halt eben auch ja nicht jeder mein Sache.

00:20:30: Und deshalb, ich würde sagen die Frage ist vielleicht gar nicht ob jemand also ob ich jetzt zum Beispiel meine Berufung gefunden habe Sondern ein Teil der Wahrheit ist eben auch Ist das ein Preis den Ich bereit bin zu bezahlen?

00:20:43: Ja Also Deshalb also bei mir geht's für mich Geht es beim Thema eher um das Umpassung statt um so einen Ruf Der Den irgendjemand Mal Irgendwann ins Universum geschickt hat.

00:20:55: Tony würdest du denn Das was Du Heute machst noch mal wählen?

00:20:58: Klang eben so ein bisschen danach?

00:21:02: Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.

00:21:05: Weil ist natürlich auch total viel Hypothese drin.

00:21:08: Hier wäre es jetzt wenn ich nochmal zehn wäre.

00:21:10: was würde ich dann machen?

00:21:11: die Situation haben sich geändert das gibt neue Berufsbilder.

00:21:15: also ja wenn ich noch mal ganz frisch auf diese Welt schlüpfen würde wahrscheinlich nicht.

00:21:21: Das könnte ich glaube ich unterschreiben.

00:21:24: aber es gibt total viele Aspekte wie bei dir wahrscheinlich auch wo ich sofort Ja sagen würde.

00:21:28: Also das Thema Logistik macht mir total viel Spaß.

00:21:31: Dieses Thema Spezialthemen, das habe ich auch für mich rausgearbeitet.

00:21:35: So dieses zero acht fünfzehn ist nichts für mich.

00:21:38: Das zieht sich bei mir durch wie ein roter Faden.

00:21:40: Es sind eher so diese Spezial-Themen wo sich nicht jeder irgendwie auskennt, wo man so ein bisschen rein griechen muss.

00:21:46: da hab' ich Bock drauf und da würde ich auch sofort immer wieder sagen würde ich immer wieder genauso machen.

00:21:52: aber ja natürlich gibt's auch andere Dinge auf die ich verzichten kann oder wo ich auch sage Es gibt so viele spannende Sachen auf dieser Welt, wo ich aber schon auch als Kind und Jugendliche gesagt habe.

00:22:04: Ich finde es zum Beispiel total schade, dass man gefühlt nur ein Beruf im Leben irgendwie machen kann.

00:22:09: Du kannst jetzt nicht viel Ausbildung machen.

00:22:11: Also

00:22:12: wenn ich jetzt... Ja, da gibt's auch Leute die das machen, aber das ist natürlich sehr selten.

00:22:15: Das tut schon gut ab!

00:22:18: Also wenn ich jetzt irgendwie kommen würde, was für sich zum Beispiel noch mal das Thema Polizei.

00:22:22: Das Thema ist bei mir abgefahren.

00:22:23: Es einfach altersmäßig ist dann der Zug irgendwann durch und da weiß ich dass ich das schon als wie gesagt noch sehr jugendliche oder junge Frau fand ich damals schon blöd.

00:22:34: Dass man sich so gefühlt festlegen muss und nicht irgendwie sagen kann komm Mensch im Leben macht man so drei vier auch mal ganz unterschiedliche Sachen und das steht einem bis man ins Grab steigt auch offen nochmal eine Ausbildung zu machen.

00:22:48: Also deswegen würde ich wahrscheinlich, wenn ich jetzt noch mal geboren wäre auch nochmal komplett andere Sachen machen weil ich einfach finde die Welt bietet da total viel.

00:22:58: Ich sage aber auch wie du mein Weg war total richtig.

00:23:03: Ich habe ihn ja vorhin skizziert und da bin ich es total happy und glücklich mit allen Erfahrungen die ich da auch gemacht hab und was es mir dann auch aufgezeigt hat was mir liegt oder Nicht fliegt.

00:23:13: Das ist ja manchmal sogar noch viel mehr wert, wenn man merkt was irgendwie nicht passt.

00:23:17: Pass ich die Finger davon?

00:23:19: Genau.

00:23:20: Hast du da so aus dem Coaching oder aus deiner Beratung irgendwie auch so Beobachtungen wo du irgendwie sagst das zieht sich vielleicht auch durch bei den Leuten, wenn du eben auch in diese Frage stellst.

00:23:32: Welche meinst du?

00:23:33: Die Frage nachdem sie das nochmal wählen würden also gehst du ja wahrscheinlich auch mit ihnen durch.

00:23:40: Meistens sind erstaunlich zufrieden mit ihrer Berufswahl an sich.

00:23:43: Meisten die ins Coaching kommen, weil vielleicht was gerade nicht gut läuft.

00:23:48: Die kommen wegen Problem im zwischenmenschlichen Bereich.

00:23:52: Ich hatte das einmal... Das war echt ein Ding.

00:23:55: Da ist eine Agrarwissenschaftlerin mit Doktortitel in der IT gelandet und musste da vertrieb machen.

00:24:03: Oh je,

00:24:03: okay.

00:24:04: Er hat dann aber aufgrund der Kinder eine Auszeit genommen und der Mann ist dann auch im Ausland gewesen als er mitgegangen.

00:24:10: Dann kam sie zurück und hat dann ein Sales Job in einem IT-Unternehmen angenommen und musste Kaltakwiese machen.

00:24:17: das war für sie total fachfremd und auch natürlich Akquise war total neu.

00:24:23: Und die kamen dann ins Coaching und sagte Ich soll Sie darin coachen dass sie in der Kalt akquise und dem Vertrieb besser wird.

00:24:33: Dann mache ich erst mal so meine Standortbestimmung, die ich mir den Leuten mache.

00:24:37: Und das hat dann gezeigt... Das war jetzt nicht ganz überraschend für sie aber erstmal zu richtig klar benannt dass die Branche sie eigentlich nie richtig interessiert hat und dass sie liegt auf der Hand mit der Kaltakwiese natürlich sich ständig verbiegen musste.

00:24:55: Sie war nicht mehr richtig motiviert und hat auch Probleme gehabt teilweise abends einzuschlafen gehabt, wie das weitergehen soll.

00:25:05: Ja und ich sollte sie quasi in diesem Job besser machen.

00:25:10: und aber auf der Zeit wird dann klar dass die Frage eine andere war und das Ergebnis hier war ne ganz gezielte Umorientierung und zwar kam am Ende raus die sind ihrem Traumunternehmen gelandet was total nah an ihrem eigentlichen Fachgebiet war.

00:25:26: Ja, und so kannst du eben auch im Coaching manchmal gehen.

00:25:29: Dass es eben kein Reparaturservice ist für die ursprüngliche Bestellung sondern ein Prozess der wo ganz anders auch mal hinführen kann weil Dinge sichtbar werden die man alleine gar nicht wahrgenommen hat.

00:25:41: aber im Große und Ganzen ist das bei den Leuten meistens nicht der Beruf.

00:25:46: Manchmal denken die das...

00:25:48: Das wollte ich gerade fragen.

00:25:49: also das heißt dass ist sozusagen die erste Falle in dem man sozusagen tappt dass die Leute eher sofort an ihren, an ihre aktuelle Situation irgendwie ein Stück weit denken und dann so das Thema Beruf eigentlich völlig aus dem Blick damit gerät.

00:26:05: Ja also man muss ja unterscheiden.

00:26:07: haben wir nur gerne drüber gesprochen Toni Wir reden ja heute hier über Beruf und nicht über Job.

00:26:11: Also der Beruf ist ja was weiß ich?

00:26:13: Wir sind Betriebswerte.

00:26:15: Und dann gibt es eben den Job, das ist dann als Betriebswirt angestellt zu sein bei Lufthansa oder wo auch immer.

00:26:23: Dann könntest du ja noch als Betriebswirt jetzt immer die Lufthaansa angestellt sein in acht und neunzig verschiedenen Konzerngesellschaften, Bereichen usw.

00:26:32: Das diese Kombination, das is der Job!

00:26:35: Da gibts natürlich ganz viele Möglichkeiten, wo die Leute total zufrieden sind.

00:26:39: Aber da ich ja meistens Menschen habe, die schon längere Berufserfahrung haben... Da haben wir mal mit der Ende, dreißig geht das langsam los.

00:26:48: Die meisten sind über vierzig die haben sich im Beruf nicht so grundlegend vergriffen weil sonst könnten sie es ja gar nicht mehr machen.

00:26:57: bei denen geht's meistens

00:26:59: Aber Sie stellen das ja trotzdem erst einmal in Frage

00:27:02: und dann ist

00:27:03: eigentlich ja um den aktuellen Job und gar nicht wenn ich dich richtig verstehe wirklich um die Berufung die an sich ja immer noch passt.

00:27:11: Ja, also tatsächlich sind es wenige die sagen, ich hätte nie BWL studieren sollen oder ich hätte Nie Informatik studieren soll.

00:27:20: Das habe man manchmal so Leute, die sagen Ich hätte Gärtner werden sollen weil das in dem Moment so eine Sehnsucht ist Weil man sich das so vorstellt.

00:27:28: okay Man darf ja nie vergessen Bedürfnisse kommen immer aus dem Kontext heraus.

00:27:32: Also dass was mir jetzt fehlt, das will ich haben.

00:27:35: Wenn ich jetzt einen Riesen Hunger hätte würde ich die ganze Zeit während wir reden nur darum denken, dass sich jetzt hier nach mir was zu essen mache.

00:27:42: Ja und wenn mir etwas anderes fehlt in der Zusammenarbeit zum Beispiel Wertschätzung oder Verantwortung je nachdem was ich da gerade so habe dann kann das unheimlich groß werden.

00:27:53: Deshalb sagt man Bedürfnisse entstehen kontextabhängig und dann wird ein Bedürfenes also einen Mangel über groß.

00:28:04: Da hat so eine Riesenbedeutung dann auf einmal und da würde manchmal schon ganz wenig Reichen vom Vorgesetzte oder vom Arbeitgeber, was das dann schon wieder ändert.

00:28:13: Und hast du da einen Tipp mit welcher Frage man sich sozusagen genau in diese Fragestellungen mal reinmanifrieren kann?

00:28:21: Also ist es der Beruf?

00:28:22: Ist es der Job?

00:28:23: Hast du da so ein Tipp wie dass unseren Hörerinnen und Hörern gelingen können da so bisschen einzutauchen?

00:28:33: Also du wolltest jetzt wissen, wie ich rausfinde ob es der Job verkehrt ist oder der Beruf.

00:28:39: Genau!

00:28:40: Ach so groß das Problem ist sozusagen.

00:28:41: Ja ja

00:28:41: genau okay also... Achtung ich gebe hier eine ganz kleine Idee davon aber es ist echt gut das mit dem Gegenüber zu besprechen weil hier muss man ein bisschen wach sein und auch sich immer wieder in Frage stellen lassen, ob es nicht gerade nur eine aktuelle Erschöpfung ist oder ein aktuelles Ich hab's hat.

00:29:04: Also wenn sie wirklich die Tätigkeit und die Arbeitsinhalte betreffen dann ist das eher der Beruf.

00:29:14: Kommen jetzt solche Aspekte dazu wie die Arbeitsbedingungen, die Branche und der Arbeitgeber an sich?

00:29:21: Dann ist es eher der Job.

00:29:24: Allerdings, jetzt muss man auch sagen es gibt halt Jobs die bestimmte Rahmenbedingungen haben.

00:29:31: Manche Menschen einfach nicht mehr wollen immer backern da musst du mitten in der Nacht aufstehen.

00:29:34: das ist eine Köche Die wirklich zur Arbeitszeit also zu Zeiten arbeiten wo andere Freizeit haben.

00:29:41: weil grundsätzlich ist es eher so die Tätigkeit und die Inhalte der Arbeit ist eher der Beruf

00:29:49: Und

00:29:50: alle anderen Rahmenbedinger sind eher Der Job als solches.

00:29:54: Ja, aber also hilft total und mein erster Gedanke war auch direkt das Thema Schichtarbeit oder Arbeitszeiten.

00:30:00: Dass das für viele Leute gerade auch dann wenn sie zunehmend älter einfach werden.

00:30:05: Also dass man auch sagt ich kann oder ich will das irgendwie auch nicht mehr und dann sind manche Jobs einfach auch raus.

00:30:11: Ich habe ein schönes Beispiel bringen.

00:30:16: Die hat irgendwann Steuerfachangestellte gelernt Und hat gesagt, vom ersten Tag an war das für sie wirklich sehr, sehr anstrengend.

00:30:25: Sie musste sich da wirklich sehr konditionieren, dass sie das auch durchgezogen hat und dann war sie irgendwann vierzig und es ging nicht mehr.

00:30:33: Sie konnte das nicht mehr machen.

00:30:36: Sie war ja völlig gelangweilt quasi im Bohr-Out so zu sagen.

00:30:42: Und dann hat die nochmal Biologie studiert und hat dann angefangen an der Uni zu arbeiten und ist aufgeblüht, dies echt ein ganz anderer Mensch.

00:30:49: Das jetzt aus anderen Gründen ist sie in Therapie aber sie hatte aufgeblütet mit Studierenden gearbeitet und so.

00:30:57: Das ist so ein schönes Beispiel.

00:30:58: Die hatte vorher den verkehrten Beruf.

00:31:00: da hat das Umfeld gut gemeint mit ihr und haben sich ein bisschen da reingekwatscht Und dann hat sie das auch gemacht.

00:31:06: Ja,

00:31:06: aber auch total mutig von ihr, ne?

00:31:08: Da hast du gesagt, ich mache das jetzt noch und wurde ja total belohnt!

00:31:11: Also das sind ja echt die schönen Beispiele, dass sich das auch echt lohnen kann da rauszugehen.

00:31:18: Total!

00:31:19: Toni, jetzt mal eine ganz andere Frage... Welchen Preis würdest Du jetzt für Deinem Beruf jederzeit wieder

00:31:26: bezahlen?!

00:31:27: Und welcher Preis wäre für Dich vielleicht eher zu hoch?

00:31:32: Das ist eine sehr gute Frage.

00:31:35: Da kannst du mir vielleicht auch gleich nochmal helfen oder da können wir mal zusammen so ein bisschen drauf rumdenken.

00:31:42: Also ich glaube, ich würde grundsätzlich wenn ich was will immer total viel investieren und das meine ich jetzt nicht monetär.

00:31:50: also dass vielleicht auch aber würde ich auf total viel verzichten auch was Zeit Geld betrifft wird aber auch wahrscheinlich früher die Reißleine ziehen wenn ich merke Das bringt irgendwie nix.

00:32:05: Also das zum Beispiel mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik, das hätte ich glaube ich nach anderthalb Monaten... Hätte ich das schon beenden können.

00:32:11: Da habe ich dann ein halbes Jahr durchgehalten.

00:32:14: Würde jetzt wahrscheinlich früher die Reisleine ziehen und sagen okay das war es irgendwie nicht.

00:32:20: Und was würde ich auch immer wieder machen?

00:32:23: Hat ich vorhin auch gesagt dieses Thema z.B.

00:32:25: mit dem Vollzeitstudium Ich hab ja auf eine ganze Menge Geld verzichtet.

00:32:29: Das war wirklich dann vier Jahre.

00:32:32: Also das Höchstchen war immer ganz schön eng.

00:32:35: Wenn du von einem Vollzeitjob auf, ich bin nur noch aus Hilfe dann wechselt würde ich aber immer wieder machen habe Ich auch damals immer gesagt ich bin bereit vier Jahre auf Urlaub zum Beispiel zu verzichten weil das ist es mir wert ich weiß wofür ich's mache und so weiter.

00:32:49: also den Preis würde ich auch immer wieder zahlen wenn ich jetzt mal aufs Berufsleben gucke da würde ich natürlich manche Sachen anders machen.

00:33:00: Also da war ich früher auch immer so ein bisschen der Durchbeist-Typ und hier, das musste jetzt irgendwie machen und schaffen usw.

00:33:07: Das hast du für hohe Preise bezahlt in deiner Anfangszeit?

00:33:11: Und mit dem Wissen was ich heute habe natürlich, das würde ich so nicht mehr machen.

00:33:17: also auch da würde ich früher Grenzen setzen mich vielleicht auch nicht mehr so aufopfern.

00:33:22: Aber das ist eher so ein Learning-Ding und ich glaube, der Weg auch da gehört dazu.

00:33:27: Ja, das ist so was man mit fünfundzwanzig akzeptiert.

00:33:30: Genau.

00:33:31: Das sieht anders aus als das, was man vielleicht mit fünftig noch akzeptieren

00:33:36: kann.

00:33:37: Ja also definitiv!

00:33:38: Und man muss es ja ganz klar sagen, weil du gerade so dieses Alter fünfund zwanzigundfünfzig... Also man merkt's einfach auch, ne?

00:33:46: Also auch das erkenne ich jetzt, dass ich mit fünfunzwanzigt... Ach, Toni!

00:33:52: Wir zwei

00:33:52: sind dort das blöde Leben.

00:33:54: Das sind wir auch, das sind wir definitiv!

00:33:57: Aber früher weiß ich noch, da hab' ich mit drei Stunden Schlaf...das ging irgendwie.

00:34:02: Ja?

00:34:02: Wir gingen's dann am nächsten Tag nicht super und ich war bestimmt nicht mega leistungsfähig aber das ging.

00:34:06: Wenn ich heute drei Stunden schlafe bin ich nicht arbeitsfähig.

00:34:10: Das ist einfach anders und auch das gehört zur Erkenntnis dazu die eigenen Grenzen dann tatsächlich zu erkennen.

00:34:21: Wie ist das bei dir?

00:34:22: Also gibt es so Schlüsselsachen, wo du für dich auch sagst.

00:34:27: Den Preis würde ich wiedergehen oder würde ich widerzahlen und an anderen Stellen nicht.

00:34:35: Schwierige Frage, ne?

00:34:37: Das ist gar nicht

00:34:37: so ein Spaß!

00:34:37: Eine schwierige

00:34:38: Frage.

00:34:38: gerade wir zwei sind ja da keine guten Vorbilder, weil wir schon immer – und das tun wir auch immer noch in unser fortgeschrittenen Alter – unheimlich viel in unsere Jobs reingeben und die ja auch lieben.

00:34:50: Aber was ich sicher heute weniger machen würde als früher ist, mich so sehr anpassen.

00:35:00: Also wenn jemand kam und hat mir einen Auftrag gegeben habe ich gesagt ja es war ich auch noch.

00:35:08: das würde ich heute ganz sicher nicht mehr machen Ich würde vielmehr auf meine Freizeit achten weil eben aus dem Grund den du eben gesagt hast Das war ja dann teilweise so, wenn alle anderen weg waren.

00:35:19: Da habe ich angefangen Dinge abzuarbeiten, wenn da endlich Ruhe war und da habe ich mich selber rein manövriert.

00:35:25: Da braucht man gar nichts.

00:35:26: Also indem ich Dinge angenommen hab von Leuten die selber hätten machen können oder eben auch vom Chef der kein Gefühl dafür hatte, wann es dann auch mal genug ist.

00:35:37: Ich hatte damals eine Angewohnheit zu sagen Ja!

00:35:40: Kein Problem das war ganz typisch für mich.

00:35:42: Kein problem Der Preis, der mir noch zu hoch wäre und den habe ich auch gezahlt ist.

00:35:51: Dass es bei mir tatsächlich auch Zeiten gab wo ich privat viel geopfert hab für den Job Und das war zuviel.

00:35:58: Das möchte ich nicht mehr machen.

00:35:59: Das ist jetzt auch wieder so ein Ding in der Selbstständigkeit.

00:36:02: Ich habe ja unheimlich viel Freude an dem was sich machen.

00:36:05: Es ist auch sehr viel zu tun.

00:36:07: aber da muss ich mich immer wieder daran erinnern dass mir das wichtig ist.

00:36:12: natürlich zahl dann auch einen preis Aber der betrifft ja nur mich Und das ist jetzt für mich ganz, ganz wichtig.

00:36:21: Dass ich nicht mehr meine Freundschaften und private Beziehungen vernachlässige wegen dem Job.

00:36:25: Das habe ich auch ein paar Jahre lang gemacht und das beruhe ich so einzigend was ich in meiner beruflichen Laufbahn bereue.

00:36:34: Jetzt weißt du ja, die Frage stelle ich ganz oft.

00:36:36: Ich mag das ja immer weil du das immer so gut unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben kannst.

00:36:41: solche Schlüsselfragen hast du auch.

00:36:43: da wieder eine Frage wo du sagst Das könnte euch stellen Und das hilft euch auch wieder so dieses Thema Beruf und Kontext ein bisschen auseinander zu bringen Hast du da wieder einer für unsere Zuhörerin und Höhrer?

00:36:57: Ja, da gibt es so eine Schlüsselfrage.

00:36:59: Und zwar das ist die Frage kannst du mit Sicherheit sagen dass das was dich stört woanders genauso wäre?

00:37:07: Dann ist es der Beruf.

00:37:09: wenn du das mit ja beantwortest

00:37:11: Okay Die ist mal richtig gut muss man kurz drüber nachdenken.

00:37:15: aber die isst ja und Da würde ich auch sagen damit schafft jeder das auseinander zu tröseln.

00:37:20: ob's der beruf oder der kontext ist

00:37:22: Ja

00:37:23: ja die ist cool.

00:37:24: Wenn ich jetzt als betroffener merke, dass hier bin ich eigentlich nicht mehr.

00:37:32: Warum ist dann trotzdem das Loslassen so schwer?

00:37:34: Also ich glaube auch da kennen wir beide Beispiele, ne?

00:37:37: Auch jetzt aus dem privaten Bereich oder sowas wo sich Leute mit solchen Fragen dann irgendwie im Kreis drehen.

00:37:43: Ich kann nicht soweit zugehen, hast ja jemand gegenüber sitzen.

00:37:48: Ja!

00:37:49: Das ist so... also ich sage es mal für meinen Fall und das trifft auch auf Leute zu die ich bei mir im Coaching habe.

00:37:54: Also man gibt ja nicht nur Berufe auf Man gibt Identität auf, man gibt Biografie.

00:38:01: Also auch will ich nicht sagen aber ja das ist einfach ein wichtiger Teil von einem was man da so über Jahre gemacht und erlebt und erfahren hat und auch gemeistert hat.

00:38:14: Und manche Berufe jetzt mal der Betriebswirt an sich Beruf, wo die meisten sagen, ich bin Betriebswirtin.

00:38:24: Ich

00:38:24: bin da jetzt super stolz drauf.

00:38:26: aber es gibt ja auch Berufe, die so richtig Teil der Persönlichkeit werden.

00:38:30: Du lernst Leute kennen auf einer Party und weißt sofort das ist eine Ärztin oder das ist ein Lehrer, der ist selbstständig oder das is ne Führungskraft.

00:38:41: Ist auch ne Art Beruf, ne?

00:38:45: Führungskraft würde Und gerade so.

00:38:49: Berufe mit einem Berufungsgedanken oder starken gesellschaftlichen Status sind davon betroffen, dass man sich sehr stark damit identifiziert.

00:38:58: Jetzt war es für mich natürlich auch eine Identifikation – auch mit den Unternehmen wo ich war, mit den Bereichen und der Berufsgruppe.

00:39:08: also ich habe mich sehr stark mit Kontrolling identifiziert und da dann irgendwann zu sagen das war jetzt gut bis hierhin Und jetzt kommt was Neues.

00:39:22: Wenn ich vorher darüber gelesen habe, wenn andere das gemacht haben, das klang immer so hochjauchzend und so toll und so hast du eher die... Wie sagt man davon?

00:39:30: Fahren gehört ja aber da ist auch ganz viel Moll Musik im Spiel weil es auch Schmerz- und Abschied bedeutet.

00:39:43: Also ich hab's vorhin nicht geahnt dass das so ist, wenn ich mich entscheide Überraschend für mich diese schwierigen Emotionen.

00:39:52: Aber ein Teil von dem System, was man in sich hat, ahnt das ja, dass es so sein wird und deshalb scheut man das.

00:39:58: Das ist einfach so.

00:40:00: Ja auch gerade weil du es gesagt hast zu dieser Angst es erklären zu müssen und vor allem gegenüber sich selbst

00:40:07: also zu wissen

00:40:08: Man geht diesen Schritt jetzt wirklich Und natürlich kriegt man dann auch Fragen und so weiter.

00:40:13: Ich glaube, das darf man nicht unterschätzen, dass das eine große Rolle spielt.

00:40:17: Ja, und

00:40:18: guck mal was man sich aufgebaut hat!

00:40:21: Wenn du siebenundzwanzig Jahre irgendwie in der Konzernwelt unterwegs bist hast verschiedene Jobs gehabt.

00:40:27: Du hast ein Netzwerk, alles dann ganzes Package drum herum Und wenn du dann sagst, okay das gebe ich jetzt auf.

00:40:36: Dann ist er und spielt auch ein bisschen die fragende Rolle ob das jetzt alles gewesen sein soll?

00:40:41: Also ob das alles umsonst gewesen sein sollte eher so Ja

00:40:46: mehr und und das finde ich ja auch immer gut dass dann die Leute doch voller Hoffnung und irgendwie auch wieder Optimismus sind.

00:40:53: Das höre ich auch öfter So diese hoffnung es wird irgendwann vielleicht dann doch auch wieder besser.

00:41:00: Also, dass man die auch nicht aufgeben will und denkt Mensch das war ja vielleicht auch mal gut.

00:41:04: Und vielleicht kommt es irgendwie wieder zurück.

00:41:09: Irgendwann muss man erkennen wenn Zug abgefahren ist.

00:41:11: Das ist auf jeden Fall ganz wichtig.

00:41:14: Nicht der Vergangenheit die Rosik war nachhängen sondern entweder im jetzt eine zufriedene Arbeitsumgebung sich selber schaffen oder zusammen mit vorgesetzen.

00:41:25: aber Viele Dinge, die mal wahren kommen nicht zurück.

00:41:29: Braucht man sich nichts vorzumachen?

00:41:32: Ja

00:41:32: und man darf auch nicht vergessen das finde ich auch ganz arg wichtig.

00:41:36: wir haben ja noch total viel leben auch vor uns also auch da nicht zu früh die tür zuschlagen sondern man kann irgendwie ganz viel machen.

00:41:45: und wenn die eine Tür halt zubleibt, weil sie irgendwie mit dreißig zugegangen ist dann muss ich halt gucken gibt es vielleicht noch vier andere, die auch ein Alternativ oder sowas wären.

00:41:53: Natürlich gerade so mit vierzig oder fünfzig fühlen sich viele zur Alt dafür.

00:41:57: Obwohl Sie ja das darf man auch nicht vergessen.

00:41:59: Die haben ja stattdessen noch fünfzehn bis fünfundzwanzig Berufsjahre vor sich.

00:42:05: Und dann spielt halt die Frage will ich dass noch zehn, fifteen oder zwanzig Jahre wirklich ne wichtige Rolle?

00:42:13: Neben der Frage, wie will ich arbeiten?

00:42:17: Ja.

00:42:19: Und wenn jetzt wirklich jemand merkt... Es passt nicht!

00:42:24: Vielleicht auch anhand deiner zwei Fragen die du vorhin ja mal in den Raum geschmissen hast.

00:42:29: Wenn jetzt also jemand wirklich zu dem Ergebnis kommt, ne da passt was nicht mehr.

00:42:34: und wo fängt man an?

00:42:37: Das erste ist schonmal würde ich sagen es nicht mehr in sich reinfressen oder irgendwie beim Treffen mit Freunden, um sich beschweren über alles was nicht passt.

00:42:46: Sondern mal eine saubere Bestandsaufnahme machen.

00:42:48: Eine strukturierte, saubre Bestandsausnahme dass man sieht wo liegt denn eigentlich der Hase im Pfeffer?

00:42:55: Das ist eigentlich der Start zu einem anderen Umgang mit dem was vielleicht schon seit Jahren nicht so toll läuft.

00:43:03: Ja cool Simone mir hat's wieder total viel Spaß gemacht mit dir.

00:43:11: Wir haben das Thema wieder sehr, sehr schön beleuchtet und sind da echt auch teilweise sehr tief abgetaucht.

00:43:17: Und am besten, man hat es eben vielleicht schon rausgehört, haben mir deine zwei... Ja!

00:43:23: Challenge, Diagnose-Fragen gefallen.

00:43:27: Weil ich einfach glaube das macht für die Leute den Zugang da jetzt auch noch mal ein bisschen einfacher und man kann das mal hinterfragen selbst wenn man vielleicht auch gar nicht gerade auf der Suche ist oder das Gefühl hat dass irgendwie was nicht passt.

00:43:40: Das kann ja auch im Kleinen helfen es muss ja nicht immer gleich die riesige Veränderung sein.

00:43:44: Insofern richtig richtig cool.

00:43:46: ihr da draußen habt von mir aus eine ganz tolle Woche.

00:43:50: Ja von mir auch Und ja, dann bis zur nächsten Folge.

00:43:54: Eure Simone und die Toni!

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